Der Unter­las­sungs­an­spruch des Betriebs­rats – und sei­ne Grenzen

Ein Unter­las­sungs­an­trag des Betriebs­rats ist unbe­grün­det, wenn er sich zumin­dest auch auf Fall­ge­stal­tun­gen bezieht, die nicht Gegen­stand eines aus § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG fol­gen­den all­ge­mei­nen Unter­las­sungs­an­spruchs1 sein können.

Der Unter­las­sungs­an­spruch des Betriebs­rats – und sei­ne Grenzen

So auch in dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall:

Bei dem Antrag han­delt es sich um einen Glo­bal­an­trag, da er die im Rah­men einer inter­nen Unter­su­chung durch die Arbeit­ge­be­rin vor­ge­nom­me­ne Siche­rung, Aus­wer­tung und Wei­ter­lei­tung von E‑Mails der Arbeit­neh­mer an Drit­te unab­hän­gig davon erfasst, wel­che tech­ni­sche Ein­rich­tung iSv. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG die Arbeit­ge­be­rin bei die­sen Vor­gän­gen verwendet.

Damit beinhal­tet er eine Viel­zahl von Fall­ge­stal­tun­gen und ist als ins­ge­samt unbe­grün­det abzu­wei­sen, wenn – wie vor­lie­gend – unter ihn auch Sach­ver­hal­te fal­len, in denen das Unter­las­sungs­be­geh­ren erfolg­los ist2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 23. März 2021 – 1 ABR 31/​19

  1. dazu grds. BAG 3.05.1994 – 1 ABR 24/​93, zu II B III der Grün­de, BAGE 76, 364[]
  2. vgl. BAG 12.03.2019 – 1 ABR 42/​17, Rn. 74 mwN, BAGE 166, 79[]