Die auf­lö­sen­de Bedin­gung im Arbeits­ver­trag mit einem Schwer­be­hin­der­ten

Die Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses auf­grund einer auf­lö­sen­den Bedin­gung (hier: Been­di­gung wegen Ein­tritts der vol­len Erwerbs­min­de­rung) bedarf nicht der Zustim­mung des Inte­gra­ti­ons­amts nach § 92 SGB IX in der zum Zeit­punkt der Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses gel­ten­den Fas­sung (aF; seit 1.01.2018 § 175 SGB IX).

Die auf­lö­sen­de Bedin­gung im Arbeits­ver­trag mit einem Schwer­be­hin­der­ten

§ 92 Satz 1 SGB IX aF kommt bei der Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses ohne Kün­di­gung wegen des Ein­tritts der vol­len Erwerbs­min­de­rung auf Dau­er weder unmit­tel­bar noch ent­spre­chend zur Anwen­dung.

Die Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses eines schwer­be­hin­der­ten Men­schen bedarf nach § 92 Satz 1 SGB IX aF nur dann der vor­he­ri­gen Zustim­mung des Inte­gra­ti­ons­amts, wenn sie im Fall des Ein­tritts einer teil­wei­sen Erwerbs­min­de­rung, der Erwerbs­min­de­rung auf Zeit, der Berufs­un­fä­hig­keit oder der Erwerbs­un­fä­hig­keit auf Zeit ohne Kün­di­gung erfolgt 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 20. Juni 2018 – 7 AZR 737/​16

  1. aus­führ­lich BAG 14.01.2015 – 7 AZR 880/​13, Rn. 58; vgl. auch 10.12 2014 – 7 AZR 1002/​12, Rn. 61, BAGE 150, 165; 27.07.2011 – 7 AZR 402/​10, Rn. 29, 33; 6.04.2011 – 7 AZR 704/​09, Rn. 25, BAGE 137, 292[]