Die Beauf­tra­gung eines einer Anwalts­so­zie­tät ange­hö­ren­den Rechts­an­walts

Die Beauf­tra­gung eines einer Anwalts­so­zie­tät ange­hö­ren­den Rechts­an­walts bezieht sich im Zwei­fel nicht nur auf den die Sache bear­bei­ten­den Rechts­an­walt, son­dern auf alle der Sozie­tät ange­hö­ren­de Anwäl­te 1.

Die Beauf­tra­gung eines einer Anwalts­so­zie­tät ange­hö­ren­den Rechts­an­walts

Für Anhalts­punk­te, die aus­nahms­wei­se auf die Begrün­dung eines Ein­zel­man­dats schlie­ßen las­sen könn­ten, reicht der blo­ße Umstand, dass der Beschluss des Betriebs­rats nur einen Sozi­us benennt, nicht aus.

Der Beschluss des Betriebs­rats über die (nament­li­che) Beauf­tra­gung sei­nes Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten ist daher in aller Regel dahin aus­zu­le­gen, dass die­ser auch die Ver­tre­tung durch ande­re der Kanz­lei des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten ange­hö­ren­de Rechts­an­wäl­te umfasst.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 12. März 2019 – 1 ABR 42/​17

  1. vgl. BGH 6.07.1971 – VI ZR 94/​69, zu 1 der Grün­de, BGHZ 56, 355; 10.03.1988 – III ZR 195/​86, zu 2 a der Grün­de mwN; 5.11.1993 – V ZR 1/​93, zu II 1 der Grün­de mwN, BGHZ 124, 47[]