Die Dif­fe­renz zwi­schen Tenor und Entscheidungsgründen

Das Beru­fungs­ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts ist nicht auf­zu­he­ben, weil die Ent­schei­dungs­for­mel nicht voll­stän­dig mit den Ent­schei­dungs­grün­den über­ein­stimmt. Die Unrich­tig­keit im Ent­schei­dungs­aus­spruch hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt von Amts wegen nach § 319 Abs. 1 ZPO zu berichtigen.

Die Dif­fe­renz zwi­schen Tenor und Entscheidungsgründen

Nach § 319 Abs. 1 ZPO ist ein Urteil des Lan­des­ar­beits­ge­richts, das an Schreib­feh­lern, Rech­nungs­feh­lern oder ähn­li­chen offen­ba­ren Unrich­tig­kei­ten lei­det, durch das Bun­des­ar­beits­ge­richt als dem mit der Sache befass­ten Rechts­mit­tel­ge­richt von Amts wegen zu berich­ti­gen1.

So auch in dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall: Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat – wie sei­ne Aus­füh­run­gen in den Ent­schei­dungs­grün­de zei­gen – die kla­ge­ab­wei­sen­de Ent­schei­dung des Arbeits­ge­richts auch bestä­tigt, soweit Zah­lun­gen an V, J, M und Y betrof­fen sind und soweit es um sog. ver­aus­lag­te Kos­ten für Rech­nung der K KG geht. Der Aus­spruch, dass die Beru­fung auch inso­weit zurück­ge­wie­sen wird, fehlt in der Ent­schei­dungs­for­mel des ange­grif­fe­nen Teil­ur­teils. Dabei han­delt es sich um eine offen­sicht­li­che Unrich­tig­keit, die berich­tigt wer­den kann, ohne das Urteil aufzuheben.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 24. Febru­ar 2021 – 10 AZR 8/​19

  1. BAG 23.02.2016 – 3 AZR 44/​14, Rn. 76; 19.05.2015 – 3 AZR 891/​13, Rn. 44 mwN[]

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