Die Fusi­on der Arbeit­ge­be­rin – und der Fir­men­ta­rif­ver­trag

Sowohl bei der Ver­schmel­zung im Wege der Neu­grün­dung gemäß § 2 Nr. 2 UmwG als auch bei der Ver­schmel­zung durch Auf­nah­me nach § 2 Nr. 1 UmwG bewirkt die vom Gesetz in § 20 Abs. 1 Nr. 1 UmwG ange­ord­ne­te Gesamt­rechts­nach­fol­ge, dass ein Fir­men­ta­rif­ver­trag unein­ge­schränkt auf den neu gegrün­de­ten bzw. auf­neh­men­den Rechts­trä­ger über­geht und danach kol­lek­tiv­recht­lich fort­wirkt mit der Fol­ge, dass inso­weit § 613a Abs. 1 BGB nicht zur Anwen­dung kommt [1].

Die Fusi­on der Arbeit­ge­be­rin – und der Fir­men­ta­rif­ver­trag

Im Fall eines fir­men­be­zo­ge­nen Tarif­ver­trags ist der Ver­schmel­zung und der damit ver­bun­de­nen Gesamt­rechts­nach­fol­ge dadurch Rech­nung zu tra­gen, dass die Bezeich­nung des ver­schmol­ze­nen Unter­neh­mens jeweils durch die­je­ni­ge des auf­neh­men­den Unter­neh­mens sub­sti­tu­iert wird [2].

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 18. Sep­tem­ber 2019 – 5 AZR 335/​18

  1. BAG 15.06.2016 – 4 AZR 805/​14, Rn. 33 mwN, BAGE 155, 280[]
  2. BAG 15.06.2016 – 4 AZR 805/​14, Rn. 37, BAGE 155, 280[]