Die Kün­di­gungs­schutz­kla­ge eines Schwer­be­hin­der­ten – und der Auf­lö­sungs­an­trag der Arbeit­ge­be­rin

Der Auf­lö­sungs­an­trag der Arbeit­ge­be­rin ist als "unstatt­haft" abwei­sen, wenn sich die Kün­di­gung – auch – als nach § 95 Abs. 2 Satz 3 SGB IX aF unwirk­sam erwei­sen soll­te.

Die Kün­di­gungs­schutz­kla­ge eines Schwer­be­hin­der­ten – und der Auf­lö­sungs­an­trag der Arbeit­ge­be­rin

Die Vor­schrift rech­net zu den sons­ti­gen, zumin­dest auch den Arbeit­neh­mer schüt­zen­den Unwirk­sam­keits­grün­den, die einen arbeit­ge­ber­sei­ti­gen Auf­lö­sungs­an­trag "sper­ren" 1.

Soll­te die Kün­di­gung sich ledig­lich als sozi­al­wid­rig dar­stel­len, wird das Gericht prü­fen müs­sen, ob Grün­de iSv. § 9 Abs. 1 Satz 2 KSchG vor­lie­gen, die eine den Betriebs­zwe­cken dien­li­che wei­te­re Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Par­tei­en nicht erwar­ten las­sen.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 13. Dezem­ber 2018 – 2 AZR 378/​18

  1. dazu BAG 24.11.2011 – 2 AZR 429/​10, Rn.19, BAGE 140, 47; 27.09.2001 – 2 AZR 389/​00, zu II 1 der Grün­de[]