Die Pflicht zum rück­wir­ken­den Abschluss eines Arbeitsvertrages

Seit Inkraft­tre­ten des § 311a Abs. 1 BGB idF des Geset­zes zur Moder­ni­sie­rung des Schuld­rechts vom 26.11.20011 am 1.01.2002 kommt auch die Ver­ur­tei­lung zur Abga­be einer Wil­lens­er­klä­rung in Betracht, die auf eine Ver­trags­än­de­rung zu einem in der Ver­gan­gen­heit lie­gen­den Zeit­punkt gerich­tet ist2.

Die Pflicht zum rück­wir­ken­den Abschluss eines Arbeitsvertrages

Die rück­wir­ken­de Begrün­dung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses durch Urteil, die mit der Fik­ti­on der Annah­me­er­klä­rung greift, ist daher zulässig.

Aus­ge­schlos­sen ist ledig­lich eine gericht­li­che Ent­schei­dung, mit der ein Arbeits­ver­hält­nis mit Rück­wir­kung zu einem Zeit­punkt vor Abga­be des Ange­bots begrün­det wer­den soll3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 20. Janu­ar 2021 – 7 AZR 193/​20

  1. BGBl. I S. 3138[]
  2. vgl. BAG 12.04.2017 – 7 AZR 446/​15, Rn. 29; 12.04.2011 – 9 AZR 19/​10, Rn. 15, BAGE 137, 319; 9.02.2011 – 7 AZR 91/​10, Rn. 26 mwN[]
  3. BAG 15.10.2013 – 9 AZR 564/​12, Rn. 33; 24.04.2013 – 7 AZR 523/​11, Rn. 17; 4.05.2010 – 9 AZR 155/​09, Rn. 35, BAGE 134, 223[]

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