Die Tarif­mäch­tig­keit einer Gewerk­schaft – der Fall BIGD

Und wie­der hat es eine "christ­li­che" Gewerk­schaft erwischt: Die Gewerk­schaft Beschäf­tig­ten­ver­band Indus­trie, Gewer­be, Dienst­leis­tung (BIGD) ist nicht tarif­fä­hig.

Die Tarif­mäch­tig­keit einer Gewerk­schaft – der Fall BIGD

So hat das Arbeits­ge­richt Duis­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den, in dem es um ver­schie­de­ne Tarif­ver­trä­ge der BIGD mit Zeit­ar­beits­un­ter­neh­men aus dem Jahr 2010 geht. Zusam­men mit ande­ren Gewerk­schaf­ten, dar­un­ter auch der Tarif­ge­mein­schaft Christ­li­cher Gewerk­schaf­ten für Zeit­ar­beit und Per­so­nal­ser­vice­agen­tu­ren (CGZP), hat die Gewerk­schaft BIGD mit Sitz in Duis­burg sol­che Ver­trä­ge abge­schlos­sen. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt 1 hat bereits ent­schie­den, dass die CGZP nicht tarif­fä­hig ist.

Nach Auf­fas­sung des Arbeits­ge­richts Duis­burg fehlt es der BIGD ins­be­son­de­re an der Tarif­mäch­tig­keit. Dar­un­ter ver­steht das Bun­des­ar­beits­ge­richt, dass Ver­ei­ni­gun­gen von Arbeit­neh­mern nur dann tarif­fä­hig sind, wenn sie in der Lage sind tarif­recht­li­che Auf­ga­ben durch einen wir­kungs­vol­len Druck und Gegen­druck im Rah­men der Rechts­ord­nung zu erfül­len.

Arbeits­ge­richt Duis­burg, Urteil vom 22. August 2012 – 4 BV 29/​12

  1. BAG, Urteil vom 14.12.2010 – 1 ABR 19/​10 ; vom 22.05.2012 – 1 ABN 27/​12[]