Diver­genz­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung

Zur ord­nungs­ge­mä­ßen Begrün­dung einer Diver­genz­be­schwer­de gehört, dass der Beschwer­de­füh­rer einen abs­trak­ten Rechts­satz aus der anzu­fech­ten­den Ent­schei­dung sowie einen hier­von abwei­chen­den abs­trak­ten Rechts­satz aus einer Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts oder eines ande­ren der in § 72 Abs. 2 Nr. 2 ArbGG genann­ten Gerich­te anführt und dar­legt, dass das anzu­fech­ten­de Urteil auf die­ser Abwei­chung beruht [1].

Diver­genz­be­schwer­de – und ihre Begrün­dung

Nach § 72a Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ArbGG müs­sen die­se Vor­aus­set­zun­gen in der Begrün­dung der Beschwer­de dar­ge­legt und die Ent­schei­dung, von der das Urteil abweicht, bezeich­net wer­den.

Allein die Dar­le­gung einer feh­ler­haf­ten Rechts­an­wen­dung bzw. feh­ler­haf­ten oder unter­las­se­nen Anwen­dung der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts oder eines ande­ren der im Gesetz genann­ten Gerich­te reicht zur Begrün­dung einer Diver­genz­be­schwer­de nicht aus [2].

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 18. Febru­ar 2020 – 3 AZN 954/​19

  1. BAG 23.11.2017 – 5 AZN 713/​17, Rn. 3; 15.08.2012 – 7 AZN 956/​12, Rn. 2 mwN[]
  2. BAG 23.11.2017 – 5 AZN 713/​17 – aaO; 17.01.2012 – 5 AZN 1358/​11, Rn. 4 mwN[]