Ein­fa­che Dif­fe­ren­zie­rungs­klau­sel in Tarif­ver­trä­gen

Eine ein­fa­che Dif­fe­ren­zie­rungs­klau­sel, durch die in einem Tarif­ver­trag die Mit­glied­schaft in der tarif­schlie­ßen­den Gewerk­schaft zum Tat­be­stands­merk­mal eines Anspruchs auf eine jähr­li­che Son­der­zah­lung von 535,00 € gemacht wird, die also fest­legt, dass die Zah­lung einer tarif­lich fest­ge­leg­ten Ersatz­leis­tung aus­schließ­lich an Mit­glie­der einer bestimm­ten Gewerk­schaft erfolgt, begeg­net nach Ansicht des Bun­des­ar­beits­ge­richts kei­nen grund­sätz­li­chen tarif­recht­li­chen oder ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken.

Ein­fa­che Dif­fe­ren­zie­rungs­klau­sel in Tarif­ver­trä­gen

Der Gro­ße Senat des Bun­des­ar­beits­ge­richts hat in sei­nem Beschluss vom 29. Novem­ber 1967 1 kei­ne bin­den­de Ent­schei­dung über eine ein­fa­che Dif­fe­ren­zie­rungs­klau­sel getrof­fen. Soweit man den­noch die dort auf­ge­stell­ten Rechts­sät­ze auf § 3 TVAstD anwen­det, hält die­se Rege­lung den Anfor­de­run­gen stand und ist ins­be­son­de­re nicht sozi­al inad­äquat.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 18. März 2009 – 4 AZR 64/​08

  1. BAG, GrS, Beschluss vom 29.11.1967 – GS 1/​67, BAGE 20, 175[]