Ein­grup­pie­rung – Ange­stell­te mit Hoch­schul­bil­dung

Das Tätig­keits­merk­mal "Ange­stell­te mit abge­schlos­se­ner wis­sen­schaft­li­cher Hoch­schul­bil­dung und ent­spre­chen­der Tätig­keit" (im Sin­ne der Ein­grup­pie­rungs­vor­schrif­ten des TV‑L) setzt vor­aus, dass die von der Arbeit­neh­me­rin aus­zu­üben­de Tätig­keit eine abge­schlos­se­ne wis­sen­schaft­li­che Hoch­schul­bil­dung erfor­dert und sie über eine ent­spre­chen­de wis­sen­schaft­li­che Hoch­schul­bil­dung ver­fügt.

Ein­grup­pie­rung – Ange­stell­te mit Hoch­schul­bil­dung

Ihre aus­zu­üben­de Tätig­keit muss einen sog. aka­de­mi­schen Zuschnitt haben, dh. sie muss schlecht­hin die Fähig­keit von einer ein­schlä­gig aus­ge­bil­de­ten Aka­de­mi­ke­rin auf dem ent­spre­chen­den aka­de­mi­schen Fach­ge­biet erfor­dern.

Nicht aus­rei­chend ist es, wenn die ent­spre­chen­den Kennt­nis­se der Beschäf­tig­ten für ihren Auf­ga­ben­kreis ledig­lich nütz­lich oder erwünscht sind; sie müs­sen viel­mehr zur Aus­übung der Tätig­keit erfor­der­lich, dh. not­wen­dig sein 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 14. Sep­tem­ber 2016 – 4 AZR 964/​13

  1. st. Rspr., BAG 18.04.2012 – 4 AZR 441/​10, Rn. 23; 21.10.1998 – 4 AZR 629/​97, zu 5 a der Grün­de, BAGE 90, 53; 20.09.1995 – 4 AZR 413/​94, zu II 3 b der Grün­de; 18.05.1977 – 4 AZR 18/​76[]