Ein­grup­pie­rungs­fest­stel­lungs­kla­ge – und die Dar­le­gungs- und Beweis­last

Der Arbeit­neh­mer als Klä­ger einer Ein­grup­pie­rungs­fest­stel­lungs­kla­ge hat als Anspruch­stel­ler die­je­ni­gen Tat­sa­chen vor­zu­tra­gen und im Bestrei­tens­fall zu bewei­sen, die den recht­li­chen Schluss zulas­sen, dass er die im Ein­zel­fall für sich bean­spruch­ten tarif­li­chen Tätig­keits­merk­ma­le unter Ein­schluss der dar­in vor­ge­se­he­nen Qua­li­fi­zie­run­gen erfüllt1.

Ein­grup­pie­rungs­fest­stel­lungs­kla­ge – und die Dar­le­gungs- und Beweis­last

Beruft sich der Arbeit­neh­mer auf ein Her­aus­he­bungs­merk­mal, ist ein wer­ten­der Ver­gleich zwi­schen der Grund­tä­tig­keit und der her­aus­ge­ho­be­nen Tätig­keit erfor­der­lich.

Es ist daher nicht aus­rei­chend, dass der Klä­ger sei­ne eige­ne Tätig­keit im Ein­zel­nen dar­stellt, son­dern er muss dar­über hin­aus Tat­sa­chen dar­le­gen, die den erfor­der­li­chen Ver­gleich mit den nicht her­aus­ge­ho­be­nen Tätig­kei­ten ermög­li­chen2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 18. Okto­ber 2018 – 6 AZR 300/​17

  1. vgl. BAG 11.02.2004 – 4 AZR 684/​02, zu I 3 c bb (1) der Grün­de, BAGE 109, 321; 8.09.1999 – 4 AZR 609/​98, zu I 4 e aa der Grün­de, BAGE 92, 266 []
  2. BAG 11.02.2004 – 4 AZR 684/​02 – aaO []