Ele­men­tar­fest­stel­lungs­kla­ge

Nach § 256 Abs. 1 ZPO kann Kla­ge auf Fest­stel­lung des Bestehens oder Nicht­be­stehens eines Rechts­ver­hält­nis­ses erho­ben wer­den, wenn der Klä­ger ein recht­li­ches Inter­es­se dar­an hat, dass das Rechts­ver­hält­nis durch rich­ter­li­che Ent­schei­dung als­bald fest­ge­stellt wird.

Ele­men­tar­fest­stel­lungs­kla­ge

Die Fest­stel­lungs­kla­ge kann sich auf ein­zel­ne Bedin­gun­gen oder Fol­gen aus einem Rechts­ver­hält­nis, auf bestimm­te Ansprü­che oder Ver­pflich­tun­gen oder auf den Umfang einer Leis­tungs­pflicht beschrän­ken, sog. Ele­men­ten­fest­stel­lungs­kla­ge 1.

Das als Sachur­teils­vor­aus­set­zung in jeder Lage des Ver­fah­rens von Amts wegen auch noch in der Revi­si­ons­in­stanz zu prü­fen­de beson­de­re Fest­stel­lungs­in­ter­es­se 2 ist gege­ben, weil durch die rich­ter­li­che Ent­schei­dung der Streit der Par­tei­en (hier: dar­über, ob Umklei­de­zei­ten als ver­gü­tungs­pflich­ti­ge Arbeits­zeit zu bewer­ten sind) ins­ge­samt besei­tigt und ihr Rechts­ver­hält­nis inso­weit für die Zukunft abschlie­ßend geklärt wer­den kann 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 12. Dezem­ber 2018 – 5 AZR 124/​18

  1. st. Rspr., vgl. nur BAG 25.03.2015 – 5 AZR 874/​12, Rn. 13[]
  2. BAG 25.03.2015 – 5 AZR 874/​12, Rn. 14 mwN[]
  3. vgl. BAG 23.05.2018 – 5 AZR 303/​17, Rn. 9[]