Ent­fer­nung einer Abmah­nung aus der Per­so­nal­ak­te

Arbeit­neh­mer kön­nen in ent­spre­chen­der Anwen­dung von §§ 242, 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB die Ent­fer­nung einer zu Unrecht erteil­ten Abmah­nung aus ihrer Per­so­nal­ak­te ver­lan­gen.

Ent­fer­nung einer Abmah­nung aus der Per­so­nal­ak­te

Der Anspruch besteht, wenn die Abmah­nung inhalt­lich unbe­stimmt ist, unrich­ti­ge Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen ent­hält, auf einer unzu­tref­fen­den recht­li­chen Bewer­tung des Ver­hal­tens des Arbeit­neh­mers beruht oder den Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ver­letzt [1].

Einen sol­chen Anspruch kann der Arbeit­neh­mer im Wege des Leis­tungs­an­trags hin­sicht­lich der erteil­ten Abmah­nun­gen gel­tend machen.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 18. Okto­ber 2017 – 10 AZR 330/​16

  1. st. Rspr., zB BAG 20.01.2015 – 9 AZR 860/​13, Rn. 31; 19.07.2012 – 2 AZR 782/​11, Rn. 13 mwN, BAGE 142, 331[]