Ermäch­ti­gung zur (außer­or­dent­li­chen) Kün­di­gung

§ 185 Abs. 1 BGB gilt auch für die Kün­di­gung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses.

Ermäch­ti­gung zur (außer­or­dent­li­chen) Kün­di­gung

Nach ein­hel­li­ger Auf­fas­sung kann dem Erklä­rungs­emp­fän­ger das Recht zuste­hen, ein ihm gegen­über von einem Nicht­be­rech­tig­ten mit Ein­wil­li­gung des Berech­tig­ten nach § 185 Abs. 1 BGB vor­ge­nom­me­nes ein­sei­ti­ges Rechts­ge­schäft – wie die Kün­di­gung eines Arbeits­ver­hält­nis­ses – man­gels Vor­la­ge der Ein­wil­li­gung in schrift­li­cher Form zurück­zu­wei­sen, wenn nicht der Berech­tig­te ihn – den Erklä­rungs­emp­fän­ger, zuvor von der Ein­wil­li­gung in Kennt­nis gesetzt hat­te.

Es bedarf kei­ner Ent­schei­dung, ob die­ses Zurück­wei­sungs­recht aus § 182 Abs. 3 iVm. § 111 Satz 2 BGB [1] oder einer ana­lo­gen Anwen­dung von § 174 BGB [2] folgt.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 27. Febru­ar 2020 – 2 AZR 570/​19

  1. so BGH 10. Dezem­ber 1997 – XII ZR 119/​96 – zu 4 der Grün­de; Löwisch BB 2009, 326, 327[]
  2. so Palandt/​Ellenberger 79. Aufl. § 185 Rn. 7[]