Feiertagsvergütung, Urlaubsentgelt – und die vereinbarte Treueprämie

Der Anspruch des Arbeitnehmers auf eine Treueprämie iHv. 0, 65 Euro brutto/Stunde wirkt sich erhöhend bei der Berechnung der Feiertagsvergütung und des Urlaubsentgelts aus.

Feiertagsvergütung, Urlaubsentgelt – und die vereinbarte Treueprämie

Nach § 2 Abs. 1 EFZG hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertags ausfällt, das Arbeitsentgelt zu zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätte. Für die gesetzlichen Feiertage ist daher in die Entgeltfortzahlung neben Grundlohn und Schichtzulage auch eine (hier: durch eine betriebliche Gesamtzusage vereinbarte) Treueprämie einzubeziehen.

Die erhöhte Treueprämie ist auch bei Berechnung des Urlaubsentgelts zu berücksichtigen. Zu dem nach § 11 Abs. 1 Satz 1 BUrlG maßgeblichen durchschnittlichen Arbeitsverdienst gehört die nach § 4 Nr. 3.5 BM iVm. § 8 LTV iHv. 0, 65 Euro brutto/Stunde geschuldete Treueprämie.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 22. März 2017 – 5 AZR 424/16