Fest­set­zung der PKH-Ver­gü­tung – und kei­ne Rechts­be­schwer­de

In Fest­set­zungs­sa­chen hin­sicht­lich der dem im Wege der Pro­zess­kos­ten­hil­fe bei­geord­ne­ten Rechts­an­walt aus der Staats­kas­se zu zah­len­den Ver­gü­tung ist die Rechts­be­schwer­de an einen Obers­ten Gerichts­hof des Bun­des von Geset­zes wegen nicht eröff­net.

Fest­set­zung der PKH-Ver­gü­tung – und kei­ne Rechts­be­schwer­de

Die Vor­schrif­ten des § 56 Abs. 2 Satz 1 Halbs. 2 iVm. § 33 Abs. 4 Satz 3 und Abs. 6 Satz 1 RVG ent­hal­ten eine vor­ran­gi­ge abschlie­ßen­de Son­der­re­ge­lung gegen­über § 574 ZPO 1.

An der feh­len­den Statt­haf­tig­keit der Rechts­be­schwer­de ändert auch der Umstand nichts, dass das Lan­des­ar­beits­ge­richt ie Rechts­be­schwer­de (nach­träg­lich) zuge­las­sen hat und das Bun­des­ar­beits­ge­richt gemäß § 574 Abs. 3 Satz 2 ZPO an eine Zulas­sung grund­sätz­lich gebun­den ist. Eine Ent­schei­dung, die von Geset­zes wegen der Anfech­tung ent­zo­gen ist, bleibt auch bei Rechts­mit­tel­zu­las­sung unan­fecht­bar. Die Bin­dungs­wir­kung der Rechts­mit­tel­zu­las­sung führt nicht dazu, dass ein gesetz­lich nicht vor­ge­se­he­ner Instan­zen­zug eröff­net wird. Daher kann eine nach dem Gesetz unan­fecht­ba­re Ent­schei­dung auch nicht durch den Aus­spruch eines Gerichts der Anfech­tung unter­wor­fen wer­den 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 3. August 2011 – 3 AZB 28/​11

  1. BGH 19.06.2010 – XII ZB 75/​10NJW-RR 2011, 142 mwN[]
  2. BGH 19.06.2010 – XII ZB 75/​10NJW-RR 2011, 142; vgl. auch BAG 17.03.2003 – 2 AZB 21/​02, zu B III der Grün­de, AP ArbGG 1979 § 78 Nr. 14 = EzA ArbGG 1979 § 78 Nr. 6[]