Frist­lo­se Kün­di­gung eines EDV-Admi­nis­tra­tors

Ein EDV-Admi­nis­tra­tor darf sei­ne Zugangs­rech­te nur für sei­ne Auf­ga­ben nut­zen, die der Funk­ti­on des Com­pu­ter­sys­tems die­nen. Er darf nicht außer­halb die­ser Auf­ga­ben Inhal­te frem­der Daten­be­stän­de ein­se­hen. Miss­braucht er sei­ne Zugangs­rech­te, kann das eine frist­lo­se Kün­di­gung recht­fer­ti­gen.

Frist­lo­se Kün­di­gung eines EDV-Admi­nis­tra­tors

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln hat des­halb die Kün­di­gungs­schutz­kla­ge eines EDV-Admi­nis­tra­tors abge­wie­sen, dem frist­los gekün­digt wor­den war, weil er eMails und Kalen­der­ein­trä­ge des Vor­stands sei­ner Arbeit­ge­ber­fir­ma ein­ge­se­hen hat­te.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat auch nicht die Recht­fer­ti­gung des EDV-Admi­nis­tra­tors gel­ten las­sen, er sei zugleich Innen­re­vi­sor gewe­sen, des­halb sei es sei­ne Auf­ga­be gewe­sen, auch den Vor­stand zu kon­trol­lie­ren. Schon grund­sätz­lich – so das Lan­des­ar­beits­ge­richt – sei es nicht Auf­ga­be von ange­stell­ten Innen­re­vi­so­ren, auch den Arbeit­ge­ber oder sei­nen Vor­stand zu kon­trol­lie­ren. Auch die für die Innen­re­vi­si­on im kon­kre­ten Fall gel­ten­den Richt­li­ni­en erga­ben ein sol­ches Kon­troll­recht nicht.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Urteil vom 14.05.2010 – 4 Sa 1257/​09

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