Gehalts­er­hö­hung – und die Gleich­be­hand­lung der Arbeit­neh­mer

Der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz gebie­tet dem Arbeit­ge­ber, sei­ne Arbeit­neh­mer oder Grup­pen von Arbeit­neh­mern, die sich in ver­gleich­ba­rer Lage befin­den, bei Anwen­dung einer selbst gege­be­nen Rege­lung gleich zu behan­deln.

Gehalts­er­hö­hung – und die Gleich­be­hand­lung der Arbeit­neh­mer

Damit ver­bie­tet er nicht nur die will­kür­li­che Schlech­ter­stel­lung ein­zel­ner Arbeit­neh­mer inner­halb der Grup­pe, son­dern auch eine sach­frem­de Grup­pen­bil­dung.

Die Anwen­dung des Gleich­be­hand­lungs­grund­sat­zes setzt eine ver­tei­len­de Ent­schei­dung des Arbeit­ge­bers vor­aus.

Im Bereich der Ver­gü­tung fin­det der Grund­satz Anwen­dung, wenn Arbeits­ent­gel­te durch eine betrieb­li­che Ein­heits­re­ge­lung gene­rell ange­ho­ben wer­den und der Arbeit­ge­ber die Leis­tun­gen nach einem bestimm­ten erkenn­ba­ren und gene­ra­li­sie­ren­den Prin­zip gewährt, indem er bestimm­te Vor­aus­set­zun­gen oder Zwe­cke fest­legt 1.

Der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz beschränkt die Gestal­tungs­macht des Arbeit­ge­bers 2. Wird er ver­letzt, muss der Arbeit­ge­ber die von ihm gesetz­te Regel ent­spre­chend kor­ri­gie­ren. Der benach­tei­lig­te Arbeit­neh­mer hat Anspruch auf die vor­ent­hal­te­ne Leis­tung 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 27. April 2016 – 5 AZR 311/​15

  1. BAG 3.09.2014 – 5 AZR 109/​13, Rn. 22, BAGE 149, 78; 3.09.2014 – 5 AZR 6/​13, Rn.19, BAGE 149, 69[]
  2. BAG 25.01.2012 – 4 AZR 147/​10, Rn. 57, BAGE 140, 291[]
  3. BAG 3.09.2014 – 5 AZR 109/​13, Rn. 22, aaO; 3.09.2014 – 5 AZR 6/​13, Rn. 18, aaO[]