Infor­ma­tio­nen zur EU Arbeit­neh­mer­über­las­sung

Der Begriff EU Arbeit­neh­mer­über­las­sung beschreibt die Beschäf­ti­gung von aus­län­di­schen Leih­ar­beit­neh­mern aus Euro­pa in Deutsch­land. Möch­ten euro­päi­sche Unter­neh­men Arbeit­neh­mer in Deutsch­land beschäf­ti­gen, ist das häu­fig schwie­rig, denn es gibt nicht nur sprach­li­che Pro­ble­me zu über­win­den. Es müs­sen auch Hür­den in Bezug auf Arbeits- und Erlaub­nis­recht genom­men wer­den. Ein pro­fes­sio­nel­les Unter­neh­men, das sich den Schwer­punkt EU Arbeit­neh­mer­über­las­sung hat, hilft bei der Über­win­dung die­ser Hür­den, da es sich recht­lich bes­tens aus­kennt.

Infor­ma­tio­nen zur EU Arbeit­neh­mer­über­las­sung

Es ist auch mög­lich, dass Per­so­nal Aus­land in Deutsch­land beschäf­tigt wer­den soll. Auch dabei gibt es vie­le Vor­aus­set­zun­gen, die nicht außer Acht gelas­sen wer­den dür­fen. Aller­dings kom­men Arbeit­neh­mer aus Euro­pa in den Genuss der soge­nann­ten Arbeit­neh­mer­frei­zü­gig­keit.

Was ist die EU Dienst­leis­tungs­frei­heit?

Der Grund­ge­dan­ke der Euro­päi­schen Uni­on ist, dass in ganz Euro­pa Einig­keit herrscht. Damit die­ser Gedan­ke auch umge­setzt wer­den kann, hat die EU vier Grund­frei­hei­ten erlas­sen, die für jedes Mit­glied der EU gel­ten. Neben der Kapi­tal­ver­kehrs­frei­heit gibt es die Per­so­nen­frei­zü­gig­keit und die Waren­ver­kehrs­frei­heit. Bei der vier­ten han­delt es sich um die Dienst­leis­tungs­frei­heit.

Die Dienst­leis­tungs­frei­heit ist ein spe­zi­el­ler Punkt. Sie stellt sicher, dass Unter­neh­men aus den EU-Län­dern berech­tigt sind, für einen gewis­sen Zeit­raum in ande­ren Län­dern der EU arbei­ten zu kön­nen und selbst Dienst­leis­tun­gen anzu­bie­ten. Es ist ihnen erlaubt, die eige­nen Mit­ar­bei­ter nach Deutsch­land zu schi­cken. Anders her­um ist das eben­falls mög­lich.

Bei der Dienst­leis­tungs­frei­heit müs­sen nicht nur die Richt­li­ni­en der EU ein­ge­hal­ten wer­den, son­dern auch die Rege­lun­gen und Geset­ze der betrof­fe­nen Län­der. Das bedeu­tet, dass alle EU Staa­ten ihre eige­nen Geset­ze und Ord­nun­gen haben. Dar­an muss sich die EU Grund­frei­heit im Rah­men der Dienst­leis­tung hal­ten.

Zur Dienst­leis­tungs­frei­heit gehört auch die Mobi­li­tät der Unter­neh­men und Arbeit­neh­mer in Euro­pa. Die Dienst­leis­tungs­frei­heit trägt zu einem erfolg­rei­chen Bin­nen­markt bei. Die Wert­schöp­fung aus der Dienst­leis­tungs­frei­heit liegt laut Stu­di­en pro Jahr bei etwa 236 Mil­li­ar­den Euro. Nach­dem das Geschäfts­jahr 2019 abge­schlos­sen ist, wird ein Anstieg auf 284 Mil­li­ar­den Euro erwar­tet.

Infor­ma­tio­nen über EU Arbeit­neh­mer län­der­über­grei­fend

Län­der­über­grei­fen­de Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen den Ver­tre­tern von Unter­neh­men, Unter­neh­mens­grup­pen oder Arbeits­or­ga­ni­sa­tio­nen abge­wi­ckelt. Dort wer­den die Beschäf­ti­gungs- und Arbeits­be­din­gun­gen, alter­na­tiv dazu auch die zwi­schen Arbeit­ge­ber und Mit­ar­bei­ter defi­niert.

Da die Struk­tur der Unter­neh­men inter­na­tio­nal ange­passt wur­de, zum Bei­spiel durch Über­nah­men und Fusio­nen, durch neue euro­päi­sche Gesell­schaf­ten, stär­ke­re Inter­na­tio­na­li­sie­rungs­ten­denz bei neu­en Struk­tu­ren oder eine stei­gen­de Mobi­li­tät der Pro­duk­ti­ons­kri­tie­ren, steigt auch der Bedarf an Ver­hand­lun­gen mit Unter­neh­men aus dem euro­päi­schen Aus­land.

Bezüg­lich neu­er Gesprächs­an­sät­ze und der sozia­len Ver­ant­wor­tung, die Unter­neh­men haben, sind die­se dazu über­ge­gan­gen, zusam­men erstell­te Doku­men­te, die in mehr als einem Mit­glieds­staat genutzt wer­den, in ver­schie­de­ner Wei­se zu adap­tie­ren. Auf die­se Wei­se haben Unter­neh­men eine bes­se­re Mög­lich­keit, zukünf­ti­ge län­der­über­grei­fen­de Ent­wick­lun­gen in Bezug auf die Beschäf­ti­gung vor­be­rei­ten zu kön­nen. Dar­über hin­aus kön­nen sie beglei­ten­de Maß­nah­men zur Neu- oder Umstruk­tu­rie­rung anord­nen. Des Wei­te­ren las­sen sich die eige­nen Mit­ar­bei­ter in EU aus­län­di­schen Betrie­ben bes­ser ver­wal­ten.

Da sich die län­der­über­grei­fen­den Tarif­ver­trä­ge seit 2000 sehr schnell wei­ter­ent­wi­ckeln, gab es zwölf Jah­re spä­ter bereits mehr als zehn Mil­lio­nen Arbeit­neh­mer auf der gan­zen Welt. Auf­grund des­sen tre­ten bei den Sozi­al­part­nern ver­schie­de­ne Fra­gen in Bezug auf Poli­tik, Jura und Pra­xis sowie der EU auf. So kom­men etwa Fra­gen nach den Unter­schie­den auf, die zwi­schen den Ver­ein­ba­run­gen des aus­län­di­schen Gül­tig­keits­be­reichs und den Emp­feh­lun­gen und Rech­ten im Inland bestehen.

In die­sem Sin­ne unter­stützt die EU die län­der­über­grei­fen­de Ent­wick­lung der Unter­neh­mensta­rif­ver­trä­ge. Sie sorgt für den Erfah­rungs­aus­tausch, über­prüft und erstellt Stu­di­en oder bie­tet finan­zi­el­le Hil­fe an. Hier­für gibt es eine eige­ne Sach­ver­stän­di­gen­grup­pe.

EU Min­dest­lohn für Arbeit­neh­mer aus dem euro­päi­schen Aus­land?

Arbeit­neh­mer, die dem Min­dest­lohn­ta­rif­ver­trag unter­ste­hen, dür­fen nicht weni­ger Lohn pro Stun­de erhal­ten. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob es sich um natio­na­le Beschäf­tig­te oder Arbeit­neh­mer aus dem EU-Aus­land han­delt. Der Min­dest­lohn gilt also nicht nur für deut­sche Arbeit­neh­mer, denn die Staats­an­ge­hö­rig­keit oder der Wohn­sitz der Mit­ar­bei­ter spie­len kei­ne Rol­le hier­für.

Es gibt jedoch eine Aus­nah­me, und zwar han­delt es sich um Arbeit­neh­mer, die auf der Basis des Tarif­ver­tra­ges zuerst einen Über­gangs­lohn erhal­ten und um Zei­tungs­zu­stel­ler. Hier ist es unwich­tig, ob es der Arbeit­neh­mer für ein deut­sches oder EU aus­län­di­sches Unter­neh­men arbei­tet. Auch Schein­selbst­stän­di­ge erhal­ten einen Min­dest­lohn.