Insol­venz­si­che­rung bei der Betriebs­ren­te – für Ver­sor­gungs­emp­fän­ger und Ver­sor­gungs­an­wär­ter

§ 7 BetrAVG unter­schei­det zwi­schen Ver­sor­gungs­emp­fän­gern nach Absatz 1 und Anwart­schafts­be­rech­tig­ten nach Absatz 2.

Insol­venz­si­che­rung bei der Betriebs­ren­te – für Ver­sor­gungs­emp­fän­ger und Ver­sor­gungs­an­wär­ter

Ver­sor­gungs­emp­fän­ger sind in Abgren­zung zu § 7 Abs. 2 BetrAVG die­je­ni­gen Per­so­nen, denen bei Ein­tritt des Siche­rungs­falls gegen den insol­ven­ten Ver­sor­gungs­schuld­ner ein Anspruch auf Gewäh­rung von Ver­sor­gungs­leis­tun­gen zusteht, bei denen mit­hin aus der beding­ten Berech­ti­gung (Anwart­schaft) das Voll­recht ent­stan­den ist.

Auf die Fäl­lig­keit des Anspruchs kommt es nicht an, denn auch ein Anspruch auf künf­ti­ge Leis­tun­gen kann ein Anspruch sein, der nicht erfüllt wird, weil über das Ver­mö­gen des Arbeit­ge­bers oder sei­nen Nach­lass das Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net wird. Ent­schei­dend ist nicht der tat­säch­li­che Zah­lungs­be­ginn, son­dern die bestehen­de Ver­sor­gungs­be­rech­ti­gung 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 20. Febru­ar 2018 – 3 AZR 239/​17

  1. BAG 20.09.2016 – 3 AZR 411/​15, Rn. 18, BAGE 156, 196 unter Bezug­nah­me auf BGH 14.07.1980 – II ZR 106/​79, zu II 1 der Grün­de, BGHZ 78, 73[]