Inter­es­sen­aus­gleich und außer­or­dent­li­che betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen

Sind bei einer Kün­di­gung auf Grund einer Betriebs­än­de­rung nach § 111 des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes die Arbeit­neh­mer, denen gekün­digt wer­den soll, in einem Inter­es­sen­aus­gleich zwi­schen Arbeit­ge­ber und Betriebs­rat nament­lich bezeich­net, so wird gemäß § 1 Abs. 5 KSchG ver­mu­tet, dass die Kün­di­gung durch drin­gen­de betrieb­li­che Erfor­der­nis­se im Sin­ne des Absat­zes 2 bedingt ist. Die sozia­le Aus­wahl der Arbeit­neh­mer kann nur auf gro­be Feh­ler­haf­tig­keit über­prüft wer­den.

Inter­es­sen­aus­gleich und außer­or­dent­li­che betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen

§ 1 Abs. 5 KSchG fin­det jedoch, wie das Bun­des­ar­beits­ge­richt jetzt ent­schie­den hat, kei­ne Anwen­dung auf außer­or­dent­li­che betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 28. Mai 2009 – 2 AZR 844/​07