Kün­di­gung eines rechts­ex­tre­men Bun­des­wehr-Haus­meis­ters

Einem Mit­ar­bei­ter der Bun­des­wehr, der Ver­bin­dun­gen in die rechts­ex­tre­me Sze­ne pflegt, kann des­we­gen gekün­digt wer­den.

Kün­di­gung eines rechts­ex­tre­men Bun­des­wehr-Haus­meis­ters

So hat jetzt das Arbeits­ge­richt Ber­lin die außer­or­dent­li­che Kün­di­gung mit Aus­lauf­frist des Arbeits­ver­hält­nis­ses eines Haus­meis­ters bei der Bun­des­wehr für rechts­wirk­sam gehal­ten.

Nach den Fest­stel­lun­gen des Gerichts ist der Mit­ar­bei­ter einer rechts­ex­tre­men Kame­rad­schaft zuge­hö­rig, hat sich an meh­re­ren Ver­an­stal­tun­gen der rech­ten Sze­ne betei­ligt und ht in den sozia­len Medi­en sei­ne Zustim­mung zu rechts­ex­tre­men Inhal­ten geäu­ßert. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­tei­di­gung erklär­te im Dezem­ber 2018 die außer­or­dent­li­che frist­lo­se Kün­di­gung sowie im Janu­ar 2019 die außer­or­dent­li­che Kün­di­gung mit Aus­lauf­frist zum 30. Sep­tem­ber 2019 mit der Begrün­dung, es feh­le die erfor­der­li­che Ver­fas­sungs­treue.

Das Arbeits­ge­richt hielt die Kün­di­gung grund­sätz­lich für gerecht­fer­tigt, jedoch in Anse­hung des über 30 Jah­re bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis­ses und des Lebens­al­ters des Mit­ar­bei­ters nur mit sozia­ler Aus­lauf­frist.

Arbeits­ge­richt Ber­lin, Urteil vom 17. Juli 2019 – 60 Ca 455/​19