Kün­di­gung wegen "unge­bühr­li­chen Behan­delns" von Unter­ge­be­nen

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat heu­te auf die Revi­si­on eines Arbeit­ge­bers die Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Nürn­berg ohne eige­ne Sach­prü­fung der Kün­di­gungs­vor­wür­fe wegen pro­zes­sua­ler Män­gel auf­ge­ho­ben und den Rechts­streit zur neu­en Ver­hand­lung und Ent­schei­dung an das Beru­fungs­ge­richt zurück­ver­wie­sen.

Kün­di­gung wegen "unge­bühr­li­chen Behan­delns" von Unter­ge­be­nen

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Nürn­berg wird nun­mehr die Kün­di­gungs­vor­wür­fe, der Klä­ger habe mit einer Soft-Air Pis­to­le auf ihm unter­ge­be­ne Mit­ar­bei­ter geschos­sen, einem Mit­ar­bei­ter eine Gas­pis­to­le an die Schlä­fe und ein Mes­ser an die Keh­le gehal­ten, einem Mit­ar­bei­ter mit einer elek­tri­schen Flie­gen­klat­sche einen Strom­schlag ver­setzt, einem Mit­ar­bei­ter mit einer Leder­peit­sche oder einem Strei­fen aus einer Leder­ti­sch­ab­la­ge geschla­gen und dazu auf­ge­ru­fen, die im Win­ter 2003 bevor­ste­hen­de Inven­tur zu boy­kot­tie­ren, auf­zu­klä­ren und zu bewer­ten haben.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 28. Mai 2009 – 2 AZR 223/​08