Kün­di­gungs­schutz­kla­ge – und die Kla­ge wegen Annah­me­ver­zugs­lohn

Wegen der Vor­greif­lich­keit der Kün­di­gung muss das Arbeits­ge­richt ent­we­der – wegen der Gefahr sich wider­spre­chen­der Ent­schei­dun­gen über den Fort­be­stand des Arbeits­ver­hält­nis­ses – den Rechts­streit wegen Annah­me­ver­zugs­lohn nach § 148 ZPO aus­set­zen oder als Vor­fra­ge für die gel­tend gemach­ten Zah­lungs­an­sprü­che eine Ent­schei­dung über die Wirk­sam­keit der Kün­di­gun­gen tref­fen [1].

Kün­di­gungs­schutz­kla­ge – und die Kla­ge wegen Annah­me­ver­zugs­lohn

Eine Kla­ge­ab­wei­sung als „der­zeit unbe­grün­det“ im Ver­fah­ren über den Annah­me­ver­zugs­lohn darf es dage­gen in kei­nem Fall aus­spre­chen [2].

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 11. Okto­ber 2017 – 5 AZR 694/​16

  1. bei Zuläs­sig­keits­er­klä­rung der zustän­di­gen Behör­de zur Kün­di­gung einer schwan­ge­ren Arbeit­neh­me­rin nach § 9 Abs. 3 MuSchG: BAG 17.06.2003 – 2 AZR 245/​02, zu B II der Grün­de, BAGE 106, 293[]
  2. BAG 15.12 2005 – 8 AZR 106/​05, Rn. 15[]