Mobbing am Arbeitsplatz ist in Deutschland weit verbreitet. Rund eine Million Arbeitnehmer haben mit Ausgrenzung, Demütigung und Verleumdung durch Kollegen bereits Erfahrungen gemacht und fühlen sich dem machtlos ausgeliefert.
Seine Rechte kennen und einfordern
Tatsächlich gibt es in Deutschland kein Gesetz gegen Mobbing und doch kann man sich wehren. Voraussetzung dafür ist eine umfassende arbeitsrechtliche Beratung. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann Mobbing wirkungsvoll entgegentreten. Der Rechtsanwalt in Aschaffenburg hat sich auf Arbeitsrecht spezialisiert. Er kann beispielsweise eine zivilrechtliche Klage auf Unterlassen bei Beleidigung oder sexueller Belästigung auf den Weg bringen. Auch für Verhandlungen mit dem Arbeitgeber steht der Rechtsanwalt Aschaffenburg zur Verfügung. Ziel solcher Gespräche könnte es zum Beispiel sein, einen versteckten Konflikt zu klären oder eine Versetzung zu erwirken. Außerdem muss der Vorgesetzte von den Mobbingattacken auch erst einmal unterrichtet werden, bevor er einschreiten kann. Allerdings verlangt ein rechtliches Vorgehen konkrete Beweise. Denn der Rechtsanwalt Aschaffenburg kann nur gegen ein rechtswidriges Gesamtverhalten vorgehen, das über einen längeren Zeitraum anhält. Ein schlechtes Betriebsklima allein reichen dafür nicht aus.
Anzeichen von Mobbing erkennen
Was genau versteht man unter Mobbing? Von Mobbing ist die Rede, wenn ein Mitarbeiter meist von einem Vorgesetzten über längere Zeit systematisch ausgegrenzt, benachteiligt und schikaniert wird. Normale Konflikte und Meinungsverschiedenheiten, wie sie am Arbeitsplatz immer wieder vorkommen, zählen nicht dazu. Auch Ärger zwischen zwei gleichstarken Kollegen ist kein Mobbing. Nur wenn einem schwächeren Kollegen über einen längeren Zeitraum bewusst und absichtlich etwa durch Lügen geschadet wird, liegt Mobbing vor. Anzeichen von Mobbing sind Gerüchte und Unwahrheiten, die über eine Person im Betrieb gestreut werden. Auch absichtlich falsche Bewertungen von Leistungen gehören dazu. Wenn einem Informationen vorenthalten werden, man von den Kollegen etwa in der Teeküche ausgegrenzt wird, wenn getuschelt und gehänselt wird, ist Mobbing im Spiel.
Ungelöster Konflikt als Ursache
In rund der Hälfte aller Mobbingfälle in Deutschland erfolgt das Mobbing durch Vorgesetzte. Opfer sind vorwiegend Frauen. Das geht aus dem Mobbing-Report hervor. Demnach sind derzeit rund 800.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Mobbing betroffen. Besonders hoch ist das Risiko für Verkaufspersonal wenigstens einmal im Arbeitsleben Opfer von Mobbing zu werden. Meist beginnt Mobbing mit einem ungelösten Konflikt. Es folgt eine systematische Schikane, bis die Situation schließlich eskaliert und das Mobbingopfer die Firma verlässt. Die Folgen sind hoher Leistungsdruck und verminderte Leistungsfähigkeit bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Nicht selten macht Mobbing körperlich krank. Es kommt zu Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen und sogar zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Frühzeitig gegen Mobbing vorgehen
Umso wichtiger ist es frühzeitig gegen Mobbing vorzugehen. Dazu sollten Betroffene erst einmal Beweise sammeln, am besten mit einem Tagebuch, in das die einzelnen Vorfälle mit Datum und Uhrzeit genau aufgeschrieben werden. Im nächsten Schritt sucht man sich einen Vertrauten entweder im Betrieb oder bei einem Rechtsanwalt, der als Rechtsbeistand bei einem Gespräch mit dem Vorgesetzten dabei ist. Er kann auch am besten beurteilen, ob Strafanzeige gegen den Mobber wegen beispielsweise übler Nachrede, Verleumdung oder sexueller Belästigung gestellt oder vielleicht sogar Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Mobbing ist kein Kavaliersdelikt. Man kann sich wehren und das sollte man auch tun.











