Neu­er Sach­vor­trag in der Revisionsinstanz

Nach § 559 Abs. 1 Satz 1 ZPO unter­liegt nur das­je­ni­ge Par­tei­vor­brin­gen der Beur­tei­lung des Revi­si­ons­ge­richts, das aus dem Beru­fungs­ur­teil oder dem Sit­zungs­pro­to­koll ersicht­lich ist.

Neu­er Sach­vor­trag in der Revisionsinstanz

Die Norm ist aller­dings ein­schrän­kend dahin aus­zu­le­gen, dass auch Tat­sa­chen, die erst wäh­rend des Revi­si­ons­ver­fah­rens oder nach Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung in der Tat­sa­chen­in­stanz ein­ge­tre­ten sind, in die Urteils­fin­dung ein­flie­ßen kön­nen, soweit sie unstrei­tig sind oder ihr Vor­lie­gen in der Revi­si­ons­in­stanz ohne­hin von Amts wegen zu beach­ten ist und schüt­zens­wer­te Belan­ge der Gegen­sei­te nicht ent­ge­gen­ste­hen1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 15. Dezem­ber 2020 – 1 AZR 499/​18

  1. vgl. BAG 24.10.2019 – 2 AZR 101/​18, Rn. 16 mwN; BGH 2.03.2017 – I ZR 273/​14, Rn. 44 mwN[]

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