Revi­si­ons­be­grün­dung mit der Sachrüge

Nach § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 ZPO gehört zum not­wen­di­gen Inhalt der Revi­si­ons­be­grün­dung die Anga­be der Revi­si­ons­grün­de. Bei einer Sach­rü­ge sind die­je­ni­gen Umstän­de bestimmt zu bezeich­nen, aus denen sich die Rechts­ver­let­zung ergibt.

Revi­si­ons­be­grün­dung mit der Sachrüge

Die Revi­si­ons­be­grün­dung muss den ange­nom­me­nen Rechts­feh­ler des Lan­des­ar­beits­ge­richts so auf­zei­gen, dass Gegen­stand und Rich­tung des Revi­si­ons­an­griffs erkenn­bar sind.

Das erfor­dert

  • eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den tra­gen­den Grün­den der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung und
  • die genaue Dar­le­gung der Gesichts­punk­te, aus denen das ange­foch­te­ne Urteil rechts­feh­ler­haft sein soll1.

Die blo­ße Dar­stel­lung ande­rer Rechts­an­sich­ten ohne jede Aus­ein­an­der­set­zung mit den Grün­den des Beru­fungs­ur­teils genügt den Anfor­de­run­gen an eine ord­nungs­ge­mä­ße Revi­si­ons­be­grün­dung hin­ge­gen nicht2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 17. Dezem­ber 2020 – 8 AZR 149/​20

  1. vgl. etwa BAG 28.02.2019 – 8 AZR 201/​18, Rn. 14 mwN, BAGE 166, 54[]
  2. st. Rspr., BAG 31.01.2019 – 2 AZR 426/​18, Rn. 13, BAGE 165, 255; 6.07.2016 – 4 AZR 966/​13, Rn. 16[]

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