Rüge der nicht vor­schrifts­mä­ßi­gen Beset­zung des erst­in­stanz­li­chen Gerichts

Der abso­lu­te Revi­si­ons­grund der nicht vor­schrifts­mä­ßi­gen Beset­zung des Gerichts (§ 547 Nr. 1 ZPO) ist ein Ver­fah­rens­man­gel, der gemäß § 576 Abs. 3, § 577 Abs. 2 Satz 3 ZPO im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren grund­sätz­lich nur auf Rüge hin und nicht von Amts wegen beach­tet wer­den darf 1.

Rüge der nicht vor­schrifts­mä­ßi­gen Beset­zung des erst­in­stanz­li­chen Gerichts

Die Rüge der nicht vor­schrifts­mä­ßi­gen Beset­zung des Gerichts ers­ter Instanz kann in der Rechts­be­schwer­de grund­sätz­lich nur dann erfolg­reich sein, wenn auch der ange­foch­te­ne Beschluss des Beschwer­de­ge­richts mit die­sem Ver­fah­rens­man­gel behaf­tet ist 2.

Andern­falls ist die Rüge der nicht vor­schrifts­mä­ßi­gen Beset­zung des erst­in­stanz­li­chen Gerichts in der Revi­si­ons­in­stanz unzu­läs­sig.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 4. Sep­tem­ber 2018 – 9 AZB 10/​18

  1. vgl. BAG 8.09.2015 – 9 AZB 21/​15, Rn. 11; 17.09.2014 – 10 AZB 43/​14, Rn. 13 f. mwN, BAGE 149, 110[]
  2. vgl. BAG 17.09.2014 – 10 AZB 43/​14, Rn. 16, BAGE 149, 110[]