Sach­grund­lo­se Befris­tung – und ihre Ver­län­ge­rung

Nach § 14 Abs. 2 Satz 1 Halbs. 1 TzB­fG ist die kalen­der­mä­ßi­ge Befris­tung eines Arbeits­ver­trags ohne Vor­lie­gen eines sach­li­chen Grun­des bis zur Dau­er von zwei Jah­ren zuläs­sig. Bis zu die­ser Gesamt­dau­er ist nach § 14 Abs. 2 Satz 1 Halbs. 2 TzB­fG auch die höchs­tens drei­ma­li­ge Ver­län­ge­rung eines sach­grund­los befris­te­ten Arbeits­ver­trags zuläs­sig.

Sach­grund­lo­se Befris­tung – und ihre Ver­län­ge­rung

Das Tat­be­stands­merk­mal der Ver­län­ge­rung in § 14 Abs. 2 Satz 1 Halbs. 2 TzB­fG setzt nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vor­aus, dass die Ver­ein­ba­rung über das Hin­aus­schie­ben des Been­di­gungs­zeit­punkts noch vor Abschluss der Lauf­zeit des bis­he­ri­gen Ver­trags in schrift­li­cher Form ver­ein­bart wird und der Ver­trags­in­halt ansons­ten unver­än­dert bleibt 1.

Andern­falls han­delt es sich um den Neu­ab­schluss eines befris­te­ten Arbeits­ver­trags, des­sen Befris­tung ohne Sach­grund nach § 14 Abs. 2 Satz 2 TzB­fG unzu­läs­sig ist 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 26. Okto­ber 2016 – 7 AZR 535/​14

  1. vgl. BAG 9.09.2015 – 7 AZR 190/​14, Rn. 21; 18.03.2015 – 7 AZR 272/​13, Rn. 45; 16.01.2008 – 7 AZR 603/​06, Rn. 7, BAGE 125, 248[]
  2. BAG 12.08.2009 – 7 AZR 270/​08, Rn.19[]