Sanie­rungs­geld für die Kirch­li­che Zusatz­ver­sor­gungs­kas­se

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Fra­ge der Recht­mä­ßig­keit des von der Kirch­li­chen Zusatz­ver­sor­gungs­kas­se des Ver­ban­des der Diö­ze­sen Deutsch­lands – Anstalt des öffent­li­chen Rechts – (KZVK) erho­be­nen Sanie­rungs­gel­des zu befas­sen:

Sanie­rungs­geld für die Kirch­li­che Zusatz­ver­sor­gungs­kas­se

Die KZVK, eine recht­lich selb­stän­di­ge kirch­li­che Ein­rich­tung in der Rechts­form einer Anstalt öffent­li­chen Rechts, hat die Auf­ga­be, Beschäf­tig­ten des kirch­li­chen und kirch­lich­ca­ri­ta­ti­ven Diens­tes in den Diö­ze­sen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land eine zusätz­li­che Alters, Erwerbs­min­de­rungs- und Hin­ter­blie­be­nen­ver­sor­gung nach den für Ange­stell­te im öffent­li­chen Dienst gel­ten­den Grund­sät­zen zu gewäh­ren. Gemäß § 11 Abs. 2 Satz 1 ihrer Sat­zung (im wei­te­ren: KZVKS) ist Vor­aus­set­zung für den Erwerb einer Betei­li­gung, dass der Arbeit­ge­ber ein für die Mit­glie­der der in der Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber­ver­bän­de zusam­men­ge­schlos­se­nen Arbeit­ge­ber­ver­bän­de gel­ten­des Ver­sor­gungs­ta­rif­recht oder in Bezug auf die Leis­tun­gen ein Tarif­recht wesent­lich glei­chen Inhalts tarif­ver­trag­lich oder all­ge­mein ein­zel­ver­trag­lich anwen­det. Das Betei­li­gungs­ver­hält­nis ist nach § 13 Abs. 1 KZVKS ein pri­vat­recht­li­ches Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis zwi­schen dem Arbeit­ge­ber und der KZVK, des­sen Inhalt durch die jeweils gel­ten­den Vor­schrif­ten der Sat­zung der KZVK und deren Durch­füh­rungs­vor­schrif­ten sowie die jeweils gel­ten­den Beschlüs­se des Ver­wal­tungs­rats bestimmt wird.

Im Tarif­ver­trag über die zusätz­li­che Alters­vor­sor­ge der Beschäf­tig­ten des öffent­li­chen Diens­tes – Alters­vor­sor­ge-TV-Kom­mu­nal – vom 01.03.2002 (im wei­te­ren: ATV‑K) ver­ein­bar­te die Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber­ver­bän­de mit den betei­lig­ten Gewerk­schaf­ten die rück­wir­ken­de Umstel­lung des Zusatz­ver­sor­gungs­sys­tems von einem an der Beam­ten­ver­sor­gung ori­en­tier­ten Gesamt­ver­sor­gungs­sys­tem auf ein auf dem Punk­te­mo­dell beru­hen­des, bei­trags­ori­en­tier­tes Betriebs­ren­ten­sys­tem mit Ablauf des 31.12 2000.

Anla­ge 5 zum ATV‑K ent­hält den Tarif­ver­trag Alters­vor­sor­ge­plan 2001 (im Wei­te­ren: AVP 2001). Er bestimmt aus­zugs­wei­se:

"4.1 Jede Kas­se regelt ihre Finan­zie­rung selbst.

Zusätz­li­cher Finanz­be­darf über die tat­säch­li­che Umla­ge des Jah­res 2001 hin­aus (Stich­tag 1. Novem­ber 2001) – min­des­tens jedoch ab Umla­ge­satz von 4 v. H. – wird durch steu­er­freie, pau­scha­le Sanie­rungs­gel­der gedeckt.

…"

In Ergän­zung dazu bestimmt der ATV‑K:

"§ 17 Sanie­rungs­gel­der

  1. Zur Deckung des infol­ge der Schlie­ßung des Gesamt­ver­sor­gungs­sys­tems und des Wech­sels vom Gesamt­ver­sor­gungs­sys­tem zum Punk­te­mo­dell zusätz­li­chen Finanz­be­darfs, der über die am 1.11.2001 jeweils gel­ten­de Umla­ge hin­aus­geht, erhebt die Zusatz­ver­sor­gungs­ein­rich­tung vom Arbeit­ge­ber Sanie­rungs­gel­der. …
  2. Sanie­rungs­gel­der kom­men nicht in Betracht, wenn der am 1.11.2001 jeweils gül­ti­ge Umla­ge­satz weni­ger als vier v.H. des zusatz­ver­sor­gungs­pflich­ti­gen Ent­gelts betra­gen hat."

Die Höhe die­ser Sanie­rungs­gel­der ist für die KZVK nicht tarif­ver­trag­lich fest­ge­legt.

Mit Neu­fas­sung ihrer Sat­zung vom 24.06.2002 führ­te die KZVK rück­wir­kend zum Ablauf des 31.12 2001 (Umstel­lungs­stich­tag) das Punk­te­mo­dell ein. Zugleich stell­te sie ihre Finan­zie­rung vom zuvor gel­ten­den Umla­ge­ver­fah­ren auf ein voll­stän­dig kapi­tal­ge­deck­tes Ver­fah­ren um. In ihrer Sat­zung fin­den sich unter ande­rem fol­gen­de Finan­zie­rungs­re­ge­lun­gen:

"§ 53 Kas­sen­ver­mö­gen

  1. (1) … Inner­halb des Kas­sen­ver­mö­gens wer­den drei getrenn­te Abrech­nungs­ver­bän­de geführt, und zwar
      beru­hen (Abrech­nungs­ver­band P),
  2. für Anwart­schaf­ten und Ansprü­che, die auf nach dem 31.12 2001 ent­rich­te­ten frei­wil­li­gen Bei­trä­gen beru­hen (Abrech­nungs­ver­band F) und
  3. für alle übri­gen Anwart­schaf­ten und Ansprü­che (Abrech­nungs­ver­band S).

  1. Für jedes Geschäfts­jahr erstellt die Kas­se nach den Grund­sät­zen des kauf­män­ni­schen Rech­nungs­we­sens … einen Rech­nungs­ab­schluss. Bestand­teil des Rech­nungs­ab­schlus­ses ist eine geson­der­te Bilanz, die vom Ver­ant­wort­li­chen Aktu­ar zu tes­tie­ren ist. …
  2. § 54 Deckungs­rück­stel­lung

    In der geson­der­ten Bilanz ist eine Deckungs­rück­stel­lung in Höhe des ver­si­che­rungs­ma­the­ma­ti­schen Bar­werts aller am Bilanz­stich­tag dem Grun­de und der Höhe nach bestehen­den Anwart­schaf­ten und Ansprü­che von Pflicht­ver­si­cher­ten, Leis­tungs­emp­fän­gern, frei­wil­lig Ver­si­cher­ten sowie bei­trags­frei Ver­si­cher­ten mit erfüll­ter War­te­zeit ein­zu­stel­len. …

    § 55 Deckung von Fehl­be­trä­gen und Über­schuss­ver­wen­dung

  1. Weist die geson­der­te Bilanz einen Fehl­be­trag aus, kön­nen zu sei­ner Deckung die Ver­lus­t­rück­la­ge und die Rück­stel­lung für Über­schuss­be­tei­li­gung her­an­ge­zo­gen wer­den. … Solan­ge die Ver­lus­t­rück­la­ge einen für den Abrech­nungs­ver­band S fest­ge­stell­ten Fehl­be­trag der Höhe nach unter­schrei­tet, kann der Ver­wal­tungs­rat der Kas­se auf Vor­schlag des Ver­ant­wort­li­chen Aktu­ars zur Deckung des Fehl­be­tra­ges die Erhe­bung eines Sanie­rungs­gel­des fest­le­gen. …

§ 63 Sanie­rungs­geld

  1. Der Betei­lig­te hat an die Kas­se ein pau­scha­les Sanie­rungs­geld zu zah­len.
  2. Das ins­ge­samt von allen Betei­lig­ten zu ent­rich­ten­de Sanie­rungs­geld beläuft sich je Kalen­der­jahr auf den vom Ver­wal­tungs­rat auf Vor­schlag des Ver­ant­wort­li­chen Aktu­ars fest­ge­setz­ten Vom­hun­dert­satz der Sum­me der zusatz­ver­sor­gungs­pflich­ti­gen Ent­gel­te der jewei­li­gen Pflicht­ver­si­cher­ten des Abrech­nungs­ver­ban­des S, …

  1. Das Sanie­rungs­geld wird von der Kas­se nach Abschluss der Jah­res­ab­rech­nung für das vor­an­ge­gan­ge­ne Kalen­der­jahr erho­ben. …"

Durch Beschluss vom 16.04.2002 setz­te der Ver­wal­tungs­rat der KZVK auf Vor­schlag des Ver­ant­wort­li­chen Aktu­ars die Höhe des zu erhe­ben­den Sanie­rungs­gel­des rück­wir­kend ab dem 1.01.2002 auf 0, 75% des zusatz­ver­sor­gungs­pflich­ti­gen Ent­gelts fest. Nach­dem das Ober­lan­des­ge­richt Hamm durch Urtei­le vom 17.03.2010 die die­sem Beschluss zugrun­de lie­gen­de Ermitt­lung der Deckungs­lü­cke bean­stan­det hat­te, beschloss der Ver­wal­tungs­rat der KZVK auf der Grund­la­ge eines wei­te­ren aktua­ri­el­len Vor­schlags am 20.05.2010, die Höhe des Sanie­rungs­gel­des für die Jah­re 2002 bis 2009 wie­der­um auf 0, 75% des zusatz­ver­sor­gungs­pflich­ti­gen Ent­gelts fest­zu­set­zen. Mit Urtei­len vom 05.12 2012 1 wies der Bun­des­ge­richts­hof die Revi­sio­nen gegen die Urtei­le des Ober­lan­des­ge­richts Hamm zurück und ver­nein­te auf den Beschluss vom 16.04.2002 gestütz­te Sanie­rungs­geld­an­sprü­che der KZVK wegen Unbil­lig­keit der im Beschluss fest­ge­setz­ten Sanie­rungs­geld­hö­he.

Die hier kla­gen­de Arbeit­ge­be­rin ist Betei­lig­te der KZVK. Sie gehört unter ande­rem dem Abrech­nungs­ver­band S an. Für das Jahr 2008 zahl­te sie ein Sanie­rungs­geld von 57.679, 67 € an die KZVK, das sie nebst Zin­sen mit ihrer Kla­ge zurück­ver­langt.

Das erst­in­stanz­lich hier­mit befass­te Land­ge­richt Köln hat der Kla­ge statt­ge­ge­ben 2. Auf die Beru­fung der KZVK hat dage­gen das Ober­lan­des­ge­richt die auf Rück­zah­lung des Sanie­rungs­gel­des gerich­te­te Kla­ge abge­wie­sen 3. Auf die Revi­si­on der Arbeit­ge­be­rin hob der Bun­des­ge­richts­hof das Beru­fungs­ur­teil auf und ver­wies den Rechts­streit zurück an das Ober­lan­des­ge­richt Köln. Nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hof besteht ein Anspruch der Arbeit­ge­be­rin auf Rück­zah­lung, da der Ver­wal­tungs­rats­be­schluss vom 20.05.2010 kei­nen Rechts­grund für das von der Arbeit­ge­be­rin für 2008 geleis­te­te Sanie­rungs­geld bil­det:

Recht­li­che Grund­la­ge für den Ver­wal­tungs­rats­be­schluss vom 16.04.2002 sind die §§ 63, 55 Abs. 3 Satz 3 der Sat­zung der KZVK. Bei­de Vor­schrif­ten bil­den einen ein­heit­li­chen Sanie­rungs­geld­tat­be­stand 4. Der Bun­des­ge­richts­hof hält die §§ 63, 55 Abs. 3 Satz 3 KZVKS auch für wirk­sam. Sie über­neh­men von den Tarif­ver­trags­par­tei­en getrof­fe­ne tarif­recht­li­che Grund­ent­schei­dun­gen, die daher von der KZVK nicht auf­grund ihrer ori­gi­nä­ren Sat­zungs­ge­walt außer Acht gelas­sen wer­den kön­nen. Soweit sie danach einer Über­prü­fung anhand des deut­schen Ver­fas­sungs­rechts und des euro­päi­schen Gemein­schafts­rechts unter­lie­gen, ver­sto­ßen sie hier­ge­gen nicht 5. Einer dar­über hin­aus­ge­hen­den inhalt­li­chen Kon­trol­le anhand der §§ 307 ff. BGB sind die §§ 63, 55 Abs. 3 Satz 3 KZVKS mit Blick auf den Schutz der Tarif­au­to­no­mie nach Art. 9 Abs. 3 GG ent­zo­gen 6.

Der Ver­wal­tungs­rats­be­schluss der KZVK vom 20.05.2010 ist unwirk­sam.

In Über­ein­stim­mung mit der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs 7 sieht das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 in dem Ver­wal­tungs­rats­be­schluss eine ein­sei­ti­ge Leis­tungs­be­stim­mung der KZVK nach § 315 Abs. 1 BGB. Das ihr aus ihrer Sat­zung zuste­hen­de Recht, den für sie tarif­ver­trag­lich nicht fest­ge­setz­ten Sanie­rungs­geld­he­be­satz zu bestim­men, hat die KZVK, wie das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 wei­ter rich­tig erkannt hat, zunächst durch Aus­übung im Beschluss vom 16.04.2002 ver­braucht. Die Leis­tungs­be­stim­mung nach § 315 Abs. 1 BGB kon­kre­ti­siert den Leis­tungs­in­halt end­gül­tig, sie ist für den Bestim­men­den unwi­der­ruf­lich 9. Ent­spricht die Leis­tungs­be­stim­mung, wie die Fest­set­zung des Sanie­rungs­gelds durch Beschluss vom 16.04.2002, nicht der Bil­lig­keit, bleibt der Bestim­mungs­be­rech­tig­te gleich­wohl an sei­ne Leis­tungs­be­stim­mung gebun­den, bis das Gericht nach § 315 Abs. 3 Satz 2 Alt. 1 BGB eine ander­wei­ti­ge Bestim­mung durch Urteil getrof­fen hat 10. Eine gericht­li­che Fest­set­zung schied hier aus, weil bei kom­ple­xen Ver­sor­gungs­sys­te­men mit kol­lek­ti­ver Wir­kung wie der gesetz­li­chen Zusatz­ver­sor­gung des öffent­li­chen und kirch­li­chen Diens­tes die Leis­tungs­be­stim­mung zwar einer gericht­li­chen Kon­trol­le unter­liegt, das Gericht aber sei­ne Ent­schei­dung nicht an die Stel­le einer unwirk­sa­men Leis­tungs­be­stim­mung set­zen kann 11. In einem sol­chen Fall wird die unbil­li­ge Leis­tungs­be­stim­mung erst infol­ge der sich aus der gericht­li­chen Ent­schei­dung erge­ben­den Gestal­tungs­wir­kung 12 unwirk­sam. Bis zur rechts­kräf­ti­gen Fest­stel­lung der Unbil­lig­keit bleibt der Bestim­mungs­be­rech­tig­te an sei­ne Bestim­mung gebun­den 13. Danach war die KZVK, wovon auch das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 zutref­fend aus­geht, trotz Unbil­lig­keit der mit Beschluss vom 16.04.2002 fest­ge­setz­ten Sanie­rungs­geld­hö­he bis zum Erlass der bei­den BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 an ihre Leis­tungs­be­stim­mung gebun­den. Für eine erneu­te Fest­set­zung des Sanie­rungs­geld­he­be­sat­zes im Beschluss vom 20.05.2010 war dem­entspre­chend kein Raum.

Anders als das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 meint, ist der Beschluss vom 20.05.2010 nicht des­we­gen wirk­sam, weil er auf­schie­bend bedingt nur für den Fall gefasst wor­den ist, dass der Beschluss vom 16.04.2002 rechts­kräf­tig für unwirk­sam erklärt wird. Die­ses Ver­ständ­nis des Beschlus­s­in­halts hält einer revi­si­ons­recht­li­chen Prü­fung nicht stand.

Die Aus­le­gung des Beschlus­ses vom 20.05.2010 ist grund­sätz­lich Sache des Tatrich­ters. Beschlüs­se des Ver­wal­tungs­rats der KZVK sind Tat­be­stands­vor­aus­set­zung des als All­ge­mei­ne Ver­si­che­rungs­be­din­gung anzu­se­hen­den § 63 Abs. 2 KZVKS 14. Ihre Aus­le­gung kann vom Revi­si­ons­ge­richt nur dar­auf­hin über­prüft wer­den, ob der Aus­le­gungs­stoff voll­stän­dig berück­sich­tigt ist und gesetz­li­che Aus­le­gungs­re­geln, Denk­ge­set­ze, Erfah­rungs­sät­ze oder Ver­fah­rens­vor­schrif­ten ver­letzt sind 15.

Die vom Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 gefun­de­ne Aus­le­gung ver­stößt gegen aner­kann­te Aus­le­gungs­grund­sät­ze. Dazu gehört, dass die Ver­trags­aus­le­gung in ers­ter Linie den von den Par­tei­en gewähl­ten Wort­laut der Ver­ein­ba­rung und den die­sem zu ent­neh­men­den objek­tiv erklär­ten Par­tei­wil­len zu berück­sich­ti­gen hat 16. Davon ist das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 abge­wi­chen.

Es hat zunächst rich­tig gese­hen, dass dem Wort­laut des Beschlus­ses vom 20.05.2010 kei­ne Bedin­gung zu ent­neh­men ist. Auch das Sit­zungs­pro­to­koll der KZVK vom 20.05.2010, auf das das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 Bezug nimmt, ent­hält kei­ne dem Beschluss­wort­laut wider­spre­chen­den Gesichts­punk­te. Der dor­ti­ge Hin­weis auf die Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Hamm, nach der ein "rück­wir­ken­der Hei­lungs­be­schluss" mög­lich sei, ist nicht dahin­ge­hend zu ver­ste­hen, dass der Ver­wal­tungs­rat den hei­len­den Beschluss nur in Abhän­gig­keit von der zu die­sem Zeit­punkt noch nicht fest­ste­hen­den Unwirk­sam­keit des Beschlus­ses vom 16.04.2002 hat fas­sen wol­len.

Die zur Begrün­dung des gegen­tei­li­gen Ergeb­nis­ses vom Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 her­an­ge­zo­ge­nen Gesichts­punk­te recht­fer­ti­gen die von ihm ver­tre­te­ne Aus­le­gung nicht. Ange­sichts des Wort­lauts des Beschlus­ses hat das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 weder aus der Inter­es­sen­la­ge der KZVK, noch aus dem Ver­hal­ten ihrer Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten im Rechts­streit über die Wirk­sam­keit des Beschlus­ses vom 16.04.2002 auf eine beding­te Wirk­sam­keit des Beschlus­ses vom 20.05.2010 schlie­ßen dür­fen. Viel­mehr spricht der Umstand, dass die KZVK bis zum Erlass der bei­den BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 und auch in den Vor­in­stan­zen jener Rechts­strei­te die Auf­fas­sung ver­tre­ten hat, die durch Beschluss vom 16.04.2002 getrof­fe­ne Fest­set­zung des Sanie­rungs­gelds ent­spre­che bil­li­gem Ermes­sen und sei des­halb ver­bind­lich, für das Gegen­teil. Zudem hat die KZVK in den dama­li­gen Revi­si­ons­ver­fah­ren ver­sucht, den Beschluss vom 20.05.2010 zum Gegen­stand der Prü­fung zu machen 17. Die­ses Pro­zess­ver­hal­ten war aus der maß­geb­li­chen objek­ti­ven Sicht eines an der KZVK Betei­lig­ten nicht dahin­ge­hend zu ver­ste­hen, dass der Beschluss vom 20.05.2010 nur vor­sorg­lich für den Fall gefasst wor­den ist, dass der Beschluss vom 16.04.2002 für wir­kungs­los erklärt wird. In die­sem Zusam­men­hang misst das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 ent­ge­gen § 286 ZPO auch dem Bericht­erstat­ter­ver­merk in den wei­te­ren Ver­fah­ren 20 U 84/​12, 20 U 89/​12 und 20 U 98/​12 vor dem Ober­lan­des­ge­richt Hamm kei­ne Bedeu­tung bei. Nach der dort wie­der­ge­ge­be­nen Erklä­rung der KZVK­ver­tre­ter habe der Beschluss vom 20.05.2010 den vor­an­ge­gan­ge­nen Beschluss aus 2002 inhalt­lich bestä­ti­gen und auf neue Füße stel­len sol­len. Sein Ziel sei es gewe­sen, die Schwä­che des ers­ten Beschlus­ses zu hei­len. Es habe sich zunächst um zwei kom­bi­nier­te, über­ein­an­der lie­gen­de Beschlüs­se han­deln sol­len. Die­ser nach­träg­li­chen Erläu­te­rung des Erklä­rungs­in­halts durch den Erklä­ren­den kommt, was das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 über­sieht, jeden­falls indi­zi­el­le Wir­kung im Rah­men der Aus­le­gung zu 18. Aus ihr ergibt sich zugleich, dass die KZVK selbst zwi­schen den bei­den Beschlüs­sen zunächst kein gestaf­fel­tes oder beding­tes Ver­hält­nis gese­hen hat. Dann aber kann, anders als das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 meint, von der Arbeit­ge­be­rin nicht ver­langt wer­den, sie habe bei objek­ti­ver Betrach­tung ent­ge­gen dem Beschluss­wort­laut ver­nünf­ti­ger­wei­se von einer beding­ten Sanie­rungs­geld­fest­set­zung aus­ge­hen müs­sen.

Die Aus­le­gung des Beschlus­ses durch das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 ist des­halb für den Bun­des­ge­richts­hof nicht bin­dend. Da wei­te­re Fest­stel­lun­gen dazu nicht zu erwar­ten sind, kann er den Beschlus­s­in­halt selbst aus­le­gen 19. Ent­spre­chend den vor­ste­hend dar­ge­leg­ten Maß­stä­ben kann ihm aus der objek­ti­ven Sicht eines an der KZVK betei­lig­ten Arbeit­ge­bers nicht ent­nom­men wer­den, dass der Beschluss vom 20.05.2010 nur bei rechts­kräf­tig fest­ge­stell­ter Unwirk­sam­keit des vor­an­ge­gan­ge­nen Beschlus­ses vom 16.04.2002 hat Gel­tung erlan­gen sol­len.

Die Fest­set­zung des Sanie­rungs­gelds im Beschluss vom 20.05.2010 ist dar­über hin­aus des­we­gen unver­bind­lich, weil sie nicht bil­li­gem Ermes­sen ent­spricht.

Zu Recht hat das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 die Fest­set­zung des Sanie­rungs­gel­des einer Bil­lig­keits­kon­trol­le anhand des § 315 Abs. 1 BGB unter­wor­fen 20. Sei­ne tatrich­ter­li­chen Aus­füh­run­gen kann das Revi­si­ons­ge­richt dar­auf­hin über­prü­fen, ob das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 den Begriff der Bil­lig­keit ver­kannt hat. Bil­lig­keit im Sin­ne des § 315 BGB bezeich­net die Gren­zen des Ermes­sens, die ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen, damit die getrof­fe­ne Ent­schei­dung für den Emp­fän­ger der Bestim­mungs­er­klä­rung ver­bind­lich ist. Es sind die bei­der­sei­ti­gen Inter­es­sen objek­tiv gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Die Aus­übung des bil­li­gen Ermes­sens ist dahin­ge­hend nach­prüf­bar, ob des­sen Gren­zen ein­ge­hal­ten und nicht sach­frem­de oder will­kür­li­che Moti­ve für die Bestim­mung maß­ge­bend gewe­sen sind 21. Ent­ge­gen der Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Köln 8 hat der Ver­wal­tungs­rat der KZVK mit sei­nem Beschluss vom 20.05.2010 die Gren­zen des ihm zuste­hen­den Ermes­sens über­schrit­ten.

Dem Beschluss liegt schon des­halb eine unrich­tig ermit­tel­te Deckungs­lü­cke zugrun­de, weil der Ver­ant­wort­li­che Aktu­ar sei­nen Berech­nun­gen nicht dem tech­ni­schen Geschäfts­plan der KZVK ent­spre­chen­de bio­me­tri­sche Rech­nungs­grund­la­gen (Ster­be­ta­feln) zugrun­de gelegt hat.

Tarif­ver­trag­lich regelt Nr. 3 Abs. 1 Satz 1 der Anla­ge 4 zum ATV‑K die ver­si­che­rungs­ma­the­ma­ti­schen Grund­sät­ze für die Bewer­tung der Ver­pflich­tun­gen im Rah­men der ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Bilanz. Danach die­nen als bio­me­tri­sche Rech­nungs­grund­la­gen die Richt­ta­feln 1998 von Klaus Heu­beck. Inwie­weit es der vom Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 ange­führ­te Gesichts­punkt einer aus­rei­chen­den Finan­zie­rung der im Abrech­nungs­ver­band S geführ­ten Ver­sor­gungs­an­sprü­che und Anwart­schaf­ten der KZVK recht­fer­ti­gen kann, von die­sen Vor­ga­ben abzu­wei­chen, muss der Bun­des­ge­richts­hof nicht ent­schei­den. Jeden­falls erlaubt die Sat­zung der KZVK nicht, dass der Ver­ant­wort­li­che Aktu­ar wie hier ohne vor­he­ri­ge Ände­rung des tech­ni­schen Geschäfts­plans durch die KZVK von die­sem abwei­chen­de Richt­ta­feln ver­wen­det.

Im Ver­hält­nis zu den betei­lig­ten Arbeit­ge­bern sind die Sat­zungs­be­stim­mun­gen der KZVK als All­ge­mei­ne Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen nach stän­di­ger Bun­des­ge­richts­hofs­recht­spre­chung so aus­zu­le­gen, wie ein durch­schnitt­li­cher Ver­si­che­rungs­neh­mer sie bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung, auf­merk­sa­mer Durch­sicht und Berück­sich­ti­gung des erkenn­ba­ren Sinn­zu­sam­men­hangs ver­ste­hen muss 22. Mit Blick auf § 8 Abs. 1 Satz 2 KZVKS, wonach der Ver­ant­wort­li­che Aktu­ar die Über­ein­stim­mung der Deckungs­rück­stel­lun­gen für Anwart­schaf­ten und Ansprü­che aus Pflicht­bei­trä­gen mit dem tech­ni­schen Geschäfts­plan der KZVK zu bestä­ti­gen hat, wird ein durch­schnitt­li­cher, an der KZVK betei­lig­ter Arbeit­ge­ber davon aus­ge­hen, dass die der Ermitt­lung der Deckungs­rück­stel­lun­gen zugrun­de lie­gen­den bio­me­tri­schen Rech­nungs­grund­la­gen dem ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Geschäfts­plan ent­spre­chen müs­sen. Dar­in bestärkt ihn, dass nach § 54 Satz 2 KZVKS auch der für die Ermitt­lung der Deckungs­rück­stel­lung zu berück­sich­ti­gen­de Rech­nungs­zins und die Ver­wal­tungs­kos­ten im Rah­men der ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Geschäfts­plä­ne fest­ge­legt wer­den. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ober­lan­des­ge­richts Köln 8 ergibt sich aus der Sat­zung für einen durch­schnitt­li­chen Arbeit­ge­ber nicht, dass der Aktu­ar, der die sich aus dem Geschäfts­plan erge­ben­den bio­me­tri­schen Rech­nungs­grund­la­gen für unzu­rei­chend hält, ohne vor­he­ri­ge Ände­rung des Geschäfts­plans auf von die­sem abwei­chen­de Rech­nungs­grund­la­gen zurück­grei­fen darf und die KZVK ledig­lich ihren Geschäfts­plan ent­spre­chend anzu­pas­sen hat. Abge­se­hen davon, dass dies auch in den Augen eines durch­schnitt­li­chen Ver­si­che­rungs­neh­mers eine Fest­set­zung der Rech­nungs­grund­la­gen im Geschäfts­plan fak­tisch unver­bind­lich und damit über­flüs­sig mach­te, wird der Ver­si­che­rungs­neh­mer § 8 KZVKS, der die Auf­ga­ben des Ver­ant­wort­li­chen Aktu­ars regelt, eine sol­che Befug­nis nicht ent­neh­men. Viel­mehr wird er mit Blick auf § 8 Abs. 2 KZVKS, wonach der Aktu­ar bei feh­len­der Über­ein­stim­mung der Deckungs­rück­stel­lun­gen mit dem tech­ni­schen Geschäfts­plan den Vor­stand der KZVK zur Abhil­fe der Bean­stan­dung zu unter­rich­ten hat, davon aus­ge­hen, dass der Aktu­ar bei inhalt­li­chen Beden­ken gegen die im ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Geschäfts­plan auf­ge­führ­ten bio­me­tri­schen Rechen­grund­la­gen eben­falls nicht eigen­ver­ant­wort­lich von die­sen abwei­chen darf.

Dar­über hin­aus ist der Sanie­rungs­geld­he­be­satz über­setzt, weil die KZVK ihren zusätz­li­chen Finanz­be­darf auf der Grund­la­ge ihres der­zei­ti­gen Bei­trags­sat­zes von 4% des zusatz­ver­sor­gungs­pflich­ti­gen Ent­gelts ermit­telt hat. § 17 Abs. 1 Satz 1 ATV‑K beschränkt dem­ge­gen­über unge­ach­tet der vom Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 her­an­ge­zo­ge­nen Rege­lung des § 17 Abs. 2 ATV‑K das Sanie­rungs­geld auf den­je­ni­gen zusätz­li­chen Finanz­be­darf, der über die am 1.11.2001 jeweils gel­ten­de Umla­ge, bei der KZVK 4, 25% des zusatz­ver­sor­gungs­pflich­ti­gen Ent­gelts, hin­aus­geht.

Obwohl sich aus dem Wort­laut des § 55 Abs. 3 Satz 3 KZVKS kei­ne ent­spre­chen­de Beschrän­kung ergibt, wird ein durch­schnitt­li­cher, an der KZVK betei­lig­ter Arbeit­ge­ber davon aus­ge­hen, dass die Fest­set­zung des Sanie­rungs­gelds durch die KZVK den zugrun­de­lie­gen­den tarif­ver­trag­li­chen Beschrän­kun­gen unter­wor­fen sein soll. Zwar bestimmt § 13 Abs. 1 Satz 2 KZVKS, dass der Inhalt des Betei­li­gungs­ver­hält­nis­ses an der KZVK durch die jeweils gel­ten­den Vor­schrif­ten der Sat­zung und ihrer Durch­füh­rungs­vor­schrif­ten sowie die jeweils gel­ten­den Ver­wal­tungs­rats­be­schlüs­se bestimmt wird. Ein durch­schnitt­li­cher Ver­si­che­rungs­neh­mer wird die­se Auf­zäh­lung aber nicht als abschlie­ßend anse­hen. Viel­mehr ent­nimmt er § 11 Abs. 2 KZVKS, der aus­drück­lich die Anwen­dung des gel­ten­den Ver­sor­gungs­ta­rif­rechts oder eines inhalts­glei­chen Rechts zur Vor­aus­set­zung des Betei­li­gungs­er­werbs macht, dass der Inhalt die­ses Ver­sor­gungs­ta­rif­rechts zusätz­lich zu berück­sich­ti­gen ist.

Ob der fest­ge­setz­te Hebe­satz dar­über hin­aus die Gren­zen bil­li­gen Ermes­sens über­schrei­tet, weil die vom Aktu­ar zugrun­de geleg­te Deckungs­lü­cke ent­ge­gen § 17 Abs. 1 Satz 1 ATV‑K und Nr. 4.1 Abs. 2 AVP 2001 nicht auf­grund des finan­zi­el­len Mehr­be­darfs wegen Schlie­ßung des Gesamt­ver­sor­gungs­sys­tems und Wech­sels von der Gesamt­ver­sor­gung zum Punk­te­mo­dell ent­stan­den sein soll, kann auf der Grund­la­ge der Fest­stel­lun­gen des Ober­lan­des­ge­richts Köln 8 nicht abschlie­ßend beur­teilt wer­den.

Die Arbeit­ge­be­rin bean­stan­det bereits die Aus­le­gung des § 17 Abs. 1 Satz 1 ATV‑K durch das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8. Dar­an ist rich­tig, dass die­se Bestim­mung ihrem Wort­laut nach das Sanie­rungs­geld auf zusätz­li­chen Finanz­be­darf infol­ge des Sys­tem­wech­sels auf Leis­tungs­sei­te beschränkt. Dass das Sanie­rungs­geld, wie das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 meint, dar­über hin­aus dem Rege­lungs­zu­sam­men­hang nach dazu die­nen soll, sämt­li­che Deckungs­lü­cken in der Finan­zie­rung der Ver­sor­gungs­an­sprü­che und anwart­schaf­ten zu decken, fin­det im Wort­laut der tarif­ver­trag­li­chen Vor­schrif­ten dage­gen kei­ne Stüt­ze. Zwar ist die auf­grund des Punk­te­mo­dells zu zah­len­de Ver­sor­gung nach Nr. 2.1 Satz 2 AVP 2001 und Satz 2 der Prä­am­bel zum ATV‑K nach den Leis­tun­gen zu ermit­teln, die sich ergä­ben, wenn die Bei­trä­ge voll­stän­dig in ein kapi­tal­ge­deck­tes Sys­tem ein­ge­zahlt wür­den. Das betrifft aber ersicht­lich nur den Umfang der Ver­sor­gungs­leis­tung, denn zu der ande­ren­falls not­wen­di­gen sofor­ti­gen Umstel­lung der Finan­zie­rung auf eine Kapi­tal­de­ckung ver­pflich­tet der Tarif­ver­trag gera­de nicht 23. Aller­dings kann der Bun­des­ge­richts­hof bis­lang nicht erken­nen, dass eine am Wort­laut des § 17 Abs. 1 Satz 1 ATV‑K ori­en­tier­te Beschrän­kung des Sanie­rungs­gelds auf zusätz­li­chen Finanz­be­darf infol­ge der Umstel­lung des Leis­tungs­sys­tems zu einem sach­ge­rech­ten Ver­ständ­nis der tarif­ver­trag­li­chen Bestim­mun­gen führt. Zutref­fend weist die Arbeit­ge­be­rin dar­auf hin, dass der Sys­tem­wech­sel auf Leis­tungs­sei­te für sich genom­men kei­nen zusätz­li­chen Finanz­be­darf erzeu­gen kann, weil die nach dem Punk­te­mo­dell zu ermit­teln­den Ver­sor­gungs­an­sprü­che erwart­bar gerin­ger aus­fal­len als die Ansprü­che auf­grund des Gesamt­ver­sor­gungs­sys­tems 24.

Dass die dem Sanie­rungs­geld zugrun­de lie­gen­de Deckungs­lü­cke im Abrech­nungs­ver­band S der KZVK auf einem, bereits vom Wort­laut des § 17 Abs. 1 Satz 1 ATV‑K erfass­ten, zusätz­li­chen Finanz­be­darf infol­ge des Sys­tem­wech­sels auf Leis­tungs­sei­te beruht, steht nicht fest. Das Ober­lan­des­ge­richt Köln 8 hat die Her­kunft des Finanz­be­darfs, aus sei­ner Sicht fol­ge­rich­tig, nicht geklärt. Dies kann eben­so wie die Fra­ge, ob auch zusätz­li­cher Finan­zie­rungs­be­darf infol­ge einer Umstel­lung des Finan­zie­rungs­sys­tems die Erhe­bung eines Sanie­rungs­gel­des recht­fer­tigt, offen­blei­ben, weil der Beschluss vom 20.05.2010 schon aus den oben erör­ter­ten Grün­den unwirk­sam ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 9. Dezem­ber 2015 – IV ZR 336/​14

  1. BGH, Urtei­le vom 05.12.2002 – IV ZR 110/​10, VersR 2013, 219; und – IV ZR 111/​10[]
  2. LG Köln, Uer­teil vom 26.09.2013 – 20 O 499/​12[]
  3. OLG Köln, Urteil vom 31.07.2014 – 7 U 196/​13[]
  4. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10, VersR 2013, 219 Rn. 18; – IV ZR 111/​10[]
  5. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn.19; – IV ZR 111/​10 aaO Rn.19[]
  6. vgl. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn.19; – IV ZR 111/​10 aaO Rn.19; vom 20.07.2011 – IV ZR 76/​09, BGHZ 190, 314 Rn. 50 ff. jeweils m.w.N.[]
  7. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn. 21 f.; – IV ZR 111/​10 aaO Rn. 21 f.[]
  8. OLG Köln, aaO[][][][][][][][][][][][][][][][][][][][][][][]
  9. BGH, Urtei­le vom 19.01.2005 – VIII ZR 139/​04, VersR 2005, 504 unter – II B 2; vom 24.01.2002 – IX ZR 228/​00, NJW 2002, 1421 unter III[]
  10. Münch­Komm-BGB/Wür­din­ger, 7. Aufl.2012 § 315 BGB Rn. 44; Staudinger/​Rieble, (2015) § 315 BGB Rn. 414 ff.[]
  11. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn. 35; – IV ZR 111/​10 aaO Rn. 35; BAGE 125, 11 Rn. 38[]
  12. BAG AP Nr. 55 zu § 16 BetrAVG unter – III 2 b aa; vgl. auch BGH, Urteil vom 04.07.2013 – III ZR 52/​12, NJW-RR 2014, 492 Rn. 32[]
  13. BGH, Urteil vom 19.01.2005 aaO unter – II B 2 m.w.N.[]
  14. vgl. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn. 24; – IV ZR 111/​10 aaO Rn. 24[]
  15. vgl. BGH, Urteil vom 26.10.2009 – II ZR 222/​08, NJW 2010, 64 Rn. 18 m.w.N.[]
  16. BGH, Ver­säum­nis­ur­teil vom 06.07.2005 – VIII ZR 136/​04, NJW 2005, 3205 unter – II 2 a aa m.w.N.[]
  17. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn. 23 f.; – IV ZR 111/​10 aaO Rn. 23 f.[]
  18. BGH, Ver­säum­nis­ur­teil vom 06.07.2005 – VIII ZR 136/​04, aaO unter – II 2 a bb m.w.N.[]
  19. BGH, Urteil vom 22.07.2015 – IV ZR 437/​14, VersR 2015, 1148 Rn. 30; BGH, Ver­säum­nis­ur­teil vom 06.07.2005 – VIII ZR 136/​04 aaO unter – II 2 b[]
  20. vgl. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn.20 f.; – IV ZR 111/​10 aaO Rn.20 f.[]
  21. BGH, Urtei­le vom 05.12 2012 – IV ZR 110/​10 aaO Rn. 26 f. m.w.N.; – IV ZR 111/​10 aaO Rn. 26 f.[]
  22. vgl. BGH, Urteil vom 23.06.1993 – IV ZR 135/​92, BGHZ 123, 83, 85; st. Rspr.[]
  23. vgl. Fie­berg, BetrAV 2002, 230, 235[]
  24. vgl. Gan­sel, Die Been­di­gung der Betei­li­gung an einer Zusatz­ver­sor­gungs­kas­se 2009, S. 95 f.; Furtmayr/​Wagner, BetrAV 2007, 543, 547 ff.[]