Schutz vor unge­recht­fer­tig­ter Ent­las­sung

Der in Art. 30 GRC gere­gel­te Schutz von Arbeit­neh­mern vor unge­recht­fer­tig­ter Ent­las­sung ist nach natio­na­lem Recht für Arbeit­neh­mer wäh­rend der gesetz­li­chen War­te­zeit des § 1 KSchG dadurch gewähr­leis­tet, dass von den Gerich­ten für Arbeits­sa­chen über­prüft wird, ob die Kün­di­gung gegen die guten Sit­ten ver­stößt (§ 138 Abs. 1 BGB) oder ob sie Treu und Glau­ben (§ 242 BGB) aus Grün­den ver­letzt, die nicht von § 1 KSchG erfasst sind.

Schutz vor unge­recht­fer­tig­ter Ent­las­sung

Nach der am 1. Janu­ar 2005 in Kraft getre­te­nen Neu­re­ge­lung des Revi­si­ons­zu­gangs zum Bun­des­ar­beits­ge­richt zäh­len Lan­des­ar­beits­ge­rich­te, die die Revi­si­on bzw. die Rechts­be­schwer­de nicht zulas­sen, auf­grund der Mög­lich­keit, die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de auf die grund­sätz­li­che Bedeu­tung einer Fra­ge des Uni­ons­rechts zu stüt­zen, nicht mehr zum Kreis der vor­la­ge­pflich­ti­gen Gerich­te iSv. Art. 267 Abs. 3 AEUV.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 8. Dezem­ber 2011 – 6 AZN 1371/​11