Sozi­al­plan­be­stim­mun­gen über die Abfin­dungs­hö­he – und ihre Aus­le­gung

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts sind Sozi­al­plä­ne als Betriebs­ver­ein­ba­run­gen eige­ner Art wegen ihrer nor­ma­ti­ven Wir­kun­gen (§ 77 Abs. 4 Satz 1, § 112 Abs. 1 Satz 3 BetrVG) wie Tarif­ver­trä­ge aus­zu­le­gen.

Sozi­al­plan­be­stim­mun­gen über die Abfin­dungs­hö­he – und ihre Aus­le­gung

Aus­ge­hend vom Wort­laut und dem durch ihn ver­mit­tel­ten Wort­sinn kommt es auf den Gesamt­zu­sam­men­hang und die Sys­te­ma­tik der Bestim­mung an. Dar­über hin­aus sind Sinn und Zweck der Rege­lung von beson­de­rer Bedeu­tung.

Im Zwei­fel gebührt der­je­ni­gen Aus­le­gung der Vor­zug, die zu einem sach­ge­rech­ten, zweck­ori­en­tier­ten, prak­tisch brauch­ba­ren und geset­zes­kon­for­men Ver­ständ­nis der Rege­lung führt 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 5. Mai 2015 – 1 AZR 826/​13

  1. BAG 15.10.2013 – 1 AZR 544/​12, Rn. 12