Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge – und das zwi­schen­zeit­lich gezahl­te Arbeitslosengeld

Die Bun­des­agen­tur für Arbeit hat durch Zah­lung von Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen die Abfüh­rungs­pflicht des Arbeit­ge­bers nicht bereits erfüllt und die For­de­rung zum Erlö­schen gebracht.

Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge – und das zwi­schen­zeit­lich gezahl­te Arbeitslosengeld

In Abzug zu brin­gen ist das erhal­te­ne Arbeits­lo­sen­geld, dh. die Net­to­be­trä­ge1. Der Anspruchs­über­gang erfasst nur das erhal­te­ne Net­to­ar­beits­lo­sen­geld, nicht aber die durch die Bun­des­agen­tur für Arbeit abge­führ­ten Arbeit­neh­mer­an­tei­le zur Sozi­al­ver­si­che­rung2.

Der Anspruchs­über­gang nach § 115 Abs. 1 SGB X führt nicht dazu, dass die Ver­pflich­tung des Arbeit­ge­bers, Bei­trä­ge aus dem geschul­de­ten Brut­to­ent­gelt zu ent­rich­ten, erfüllt wird. Das folgt auch aus § 335 Abs. 3 Satz 1 SGB III3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 24. Juni 2021 – 5 AZR 385/​20

  1. vgl. BAG 24.09.2003 – 5 AZR 282/​02, zu II 5 der Grün­de[]
  2. vgl. BAG 14.03.2006 – 9 AZR 312/​05, Rn. 68, BAGE 117, 231[]
  3. vgl. BAG 4.12.2002 – 7 AZR 437/​01, zu B III 1 der Grün­de[]

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