Spal­tung, Aus­glie­de­rung – Betriebs­teil­über­gang

Ob eine Spal­tung und Aus­glie­de­rung iSv. § 123 Abs. 1 bis Abs. 3 UmwG mit einem Betriebs(teil)übergang ver­bun­den ist, hängt maß­geb­lich vom Inhalt des Spal­tungs- bzw. Aus­glie­de­rungs­ver­trags ab (§ 125 iVm. §§ 4 ff., § 126 Abs. 1 Nr. 9 UmwG); inso­weit bestehen weit­rei­chen­de Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten 1.

Spal­tung, Aus­glie­de­rung – Betriebs­teil­über­gang

Da § 324 UmwG eine Rechts­grund­ver­wei­sung auf § 613a Abs. 1 und Abs. 4 bis Abs. 6 BGB ent­hält, muss das Vor­lie­gen eines Betriebs(teil)übergangs bei einer Ver­schmel­zung, Spal­tung oder Ver­mö­gens­über­tra­gung für jede der in Betracht kom­men­den (Teil-)Einheiten eigen­stän­dig geprüft wer­den 2.

Für die Fra­ge, wel­chem Betrieb oder Betriebs­teil ein Arbeit­neh­mer zuge­ord­net ist, kommt es zunächst auf den Wil­len der Arbeits­ver­trags­par­tei­en an. Liegt ein sol­cher weder in aus­drück­li­cher noch in kon­klu­den­ter Form vor, erfolgt die Zuord­nung grund­sätz­lich – eben­falls aus­drück­lich oder kon­klu­dent – durch den Arbeit­ge­ber auf­grund sei­nes Direk­ti­ons­rechts 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 20. April 2016 – 10 AZR 111/​15

  1. vgl. HWK/​Willemsen 7. Aufl. § 613a BGB Rn. 189[]
  2. vgl. BAG 6.10.2005 – 2 AZR 316/​04, zu B II 1 c der Grün­de; ErfK/​Oetker 16. Aufl. § 324 UmwG Rn. 2; HWK/​Willemsen § 324 UmwG Rn. 1[]
  3. BAG 21.02.2013 – 8 AZR 877/​11, Rn. 35 mwN[]