Unter­las­sungs­an­spruch – zur Abwehr künf­ti­ger Beein­träch­ti­gun­gen

Bei einem der Abwehr künf­ti­ger Beein­träch­ti­gun­gen die­nen­den Unter­las­sungs­an­spruch wird in der Regel ein Ver­bot einer als rechts­wid­rig ange­grif­fe­nen Ver­hal­tens­wei­se begehrt.

Unter­las­sungs­an­spruch – zur Abwehr künf­ti­ger Beein­träch­ti­gun­gen

Die­se legt der Antrag­stel­ler in sei­nem Antrag sowie der zu des­sen Aus­le­gung her­an­zu­zie­hen­den Begrün­dung fest. Die so umschrie­be­ne Ver­let­zungs­form bestimmt und begrenzt den Inhalt des Unter­las­sungs­be­geh­rens 1.

Die so ver­stan­de­nen Unter­las­sungs­an­trä­ge müs­sen hin­rei­chend bestimmt im Sin­ne von § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO sein. Die ver­wen­de­ten For­mu­lie­run­gen müs­sen einer aus­rei­chen­den Kon­kre­ti­sie­rung zugäng­lich sein.

Durch die kon­kret behaup­te­ten Ver­let­zungs­for­men – prä­zi­siert anhand der auf­ge­zeig­ten Anlass­fäl­le – kann die Reich­wei­te des erstreb­ten Ver­bots­aus­spruchs aus­rei­chend klar­ge­stellt wer­den. Inso­weit ist bei einem Unter­las­sungs­be­geh­ren, dem not­wen­dig gewis­se Gene­ra­li­sie­run­gen inne­woh­nen, aner­kannt, dass die Ver­wen­dung all­ge­mein gehal­te­ner For­mu­lie­run­gen oder von recht­li­chen Begrif­fen nach den Umstän­den des Ein­zel­falls den Bestimmt­heits­an­for­de­run­gen des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO ent­spre­chen, wenn – wie hier, zum Ver­ständ­nis der Begrif­fe auf die mit dem Antrag bean­stan­de­ten kon­kre­ten Ver­let­zungs­hand­lun­gen und die Antrags­be­grün­dung zurück­ge­grif­fen wer­den kann 2.

Auch die Her­aus­nah­me von "Not­fäl­len" führt nicht zur Unbe­stimmt­heit der Anträ­ge, soweit damit ersicht­lich Fäl­le höhe­rer Gewalt gemeint sind 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 12. März 2019 – 1 ABR 42/​17

  1. BAG 20.03.2018 – 1 ABR 70/​16, Rn. 24, BAGE 162, 98[]
  2. vgl. BAG 20.03.2018 – 1 ABR 70/​16, Rn. 27, BAGE 162, 98[]
  3. vgl. BAG 20.03.2018 – 1 ABR 70/​16, Rn. 29, aaO[]