Urlaub bei 7‑Ta­ge-Woche

Ein Arbeit­neh­mer, der (als Schank­kell­ner) an sie­ben Tagen in der Woche gear­bei­tet hat­te, kann Urlaubs­ab­gel­tung aus­ge­hend von einem Jah­res­ur­laub von 28 Tagen begeh­ren. Das Bun­des­ur­laubs­ge­setz will dem Arbeit­neh­mer vier Wochen Jah­res­ur­laub gewäh­ren, der von einem 24-täti­gren Jah­res­ur­laub nicht erreicht wäre.

Urlaub bei 7‑Ta­ge-Woche

Dage­gen kann nicht ein­ge­wandt wer­den, die Beschäf­ti­gung an sie­ben Tagen in der Woche sei geset­zes­wid­rig (vgl. §§ 9 ff. ArbZG), wes­we­gen eine Erhö­hung der Urlaubs­dau­er in § 3 Abs. 1 BUr­lG aus­schei­de. Zwar wider­spricht dies Hand­ha­bung den Bestim­mun­gen des Arbeits­zeit­rechts. Wird sie aber tat­säch­lich so durch­ge­führt, so kann dies nicht zulas­ten des Arbeit­neh­mers gegen, der dann nicht mehr auf 4 Wochen Jah­res­ur­laub käme.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Mün­chen, Beschluss vom 7. Janu­ar 2010 – 6 Ta 1/​10