Urteils­er­gän­zung

Über einen Antrag auf Urteils­er­gän­zung nach § 64 Abs. 3a ArbGG hat das Gericht unter Hin­zu­zie­hung der­sel­ben Rich­ter zu ent­schei­den, die an dem Urteil mit­ge­wirkt haben.

Urteils­er­gän­zung

Ist eine (bean­trag­te) Ent­schei­dung im Tenor unter­blie­ben, kön­nen die Par­tei­en gemäß § 72 Abs. 1 Satz 2, § 64 Abs. 3a Satz 2 ArbGG bin­nen zwei Wochen ab Ver­kün­dung des Urteils eine ent­spre­chen­de Ergän­zung bean­tra­gen. Über die­sen Antrag kann die Kam­mer nach § 64 Abs. 3a Satz 3 ArbGG ohne münd­li­che Ver­hand­lung ent­schei­den. Bei die­ser Ent­schei­dung müs­sen, da es sich um eine § 320 Abs. 1 ZPO ver­gleich­ba­re Aus­las­sung in der Urteils­for­mel han­delt, die­sel­ben Rich­ter wie am Urteil selbst mit­wir­ken 1. Ergeht die Ent­schei­dung ohne münd­li­che Ver­hand­lung, ist sie durch Beschluss zu tref­fen, § 53 Abs. 1 ArbGG 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 23. August 2011 – 3 AZR 650/​09

  1. so auch GK-ArbGG/­Vos­sen Stand Juli 2011 § 64 Rn. 62b; GMP/​Germelmann 7. Aufl. § 64 Rn. 33; Brein­lin­ger in Düwell/​Lipke ArbGG 2. Aufl. § 64 Rn. 21; Hauck/​Biebl in Hauck/​Helml/​Biebl ArbGG 4. Aufl. § 64 Rn. 9; aA Schwab/​Weth/​Schwab ArbGG 3. Aufl. § 64 Rn. 56[]
  2. Schwab/​Weth/​Schwab § 64 Rn. 57[]