Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die nicht erho­be­ne Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gehört zum Rechts­weg, der vor der Erhe­bung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de erschöpft wer­den muss.

Ver­fas­sungs­be­schwer­de – und die nicht erho­be­ne Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de

Andern­falls ist die Ver­fas­sungs­be­schwer­de man­gels Rechts­weg­er­schöp­fung nach § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG unzu­läs­sig.

Die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gehört zum Rechts­weg, der vor der Erhe­bung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de erschöpft wer­den muss [1]. Ihre Ein­le­gung ist nur in eng begrenz­ten Aus­nah­me­fäl­len nicht zumut­bar, etwa wenn im Hin­blick auf eine gefes­tig­te jün­ge­re und ein­heit­li­che Recht­spre­chung ein von die­ser Recht­spre­chung abwei­chen­des Ergeb­nis offen­sicht­lich aus­ge­schlos­sen erscheint [2].

Die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de kann auch auf die grund­sätz­li­che Bedeu­tung einer Rechts­fra­ge des Uni­ons­rechts gestützt wer­den [3].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 25. Juni 2015 – 1 BvR 439/​14

  1. vgl. BVerfGE 91, 93, 106[]
  2. vgl. BVerfGE 68, 376, 380 f.[]
  3. vgl. BVerfGE 82, 159, 196[]