Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung – und der dem Betriebs­rat ver­schwie­ge­ne Kün­di­gungs­grund

Eine Kün­di­gung ist aus Grün­den im Ver­hal­ten des Arbeit­neh­mers gemäß § 1 Absatz 2 Satz 1 Alt. 2 LSGchG sozi­al gerecht­fer­tigt, wenn der Arbeit­neh­mer sei­ne ver­trag­li­chen Haupt- oder Neben­pflich­ten erheb­lich und in der Regel schuld­haft ver­letzt hat, eine dau­er­haft stö­rungs­freie Ver­trags­er­fül­lung in Zukunft nicht mehr zu erwar­ten steht und die Lösung des Arbeits­ver­hält­nis­ses in Abwä­gung der Inter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le ange­mes­sen erscheint 1.

Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung – und der dem Betriebs­rat ver­schwie­ge­ne Kün­di­gungs­grund

Besteht beim Arbeit­ge­ber ein Betriebs- oder Per­so­nal­rat kann das Gericht aller­dings nur die­je­ni­gen Kün­di­gungs­grün­de für die Recht­fer­ti­gung der Kün­di­gung her­an­zie­hen, die der Arbeit­ge­ber auch gegen­über dem Betriebs- oder Per­so­nal­rat als Grund zur Kün­di­gung vor­ge­tra­gen hat.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Meck­len­burg ‑Vor­pom­mern, Urteil vom 5. April 2016 – 2 Sa 94/​15

  1. BAG 31.07.2014 – 2 AZR 434/​13; BAG 10.04.2014 – 2 AZR 684/​13NZA 2014, 1197[]