Wahl der Ver­trau­ens­per­son der schwer­be­hin­der­ten Men­schen – und die Wahl­an­fech­tung

Nach § 94 Abs. 6 Satz 2 SGB IX sind für die Wahl der Ver­trau­ens­per­son und des stell­ver­tre­ten­den Mit­glieds die Vor­schrif­ten über die Wahl­an­fech­tung bei der Wahl des Betriebs­rats sinn­ge­mäß anzu­wen­den.

Wahl der Ver­trau­ens­per­son der schwer­be­hin­der­ten Men­schen – und die Wahl­an­fech­tung

Nach § 19 Abs. 1 BetrVG kann die Wahl beim Arbeits­ge­richt ange­foch­ten wer­den, wenn gegen wesent­li­che Vor­schrif­ten über das Wahl­recht, die Wähl­bar­keit oder das Wahl­ver­fah­ren ver­sto­ßen wor­den und eine Berich­ti­gung nicht erfolgt ist, es sei denn, dass durch den Ver­stoß das Wahl­er­geb­nis nicht geän­dert oder beein­flusst wer­den konn­te.

Zur Anfech­tung berech­tigt sind nach § 19 Abs. 2 Satz 1 BetrVG min­des­tens drei Wahl­be­rech­tig­te, eine im Betrieb ver­tre­te­ne Gewerk­schaft oder der Arbeit­ge­ber. Die Wahl­an­fech­tung ist nach § 19 Abs. 2 Satz 2 BetrVG bin­nen einer Frist von zwei Wochen; vom Tage der Bekannt­ga­be des Wahl­er­geb­nis­ses an gerech­net, zuläs­sig.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 25. Okto­ber 2017 – 7 ABR 2/​16