Wechselnder Parteivortrag

Eine Partei ist grundsätzlich nicht gehindert, ihr Vorbringen im Laufe des Rechtsstreits zu ändern, insbesondere zu präzisieren, zu ergänzen oder zu berichtigen.

Wechselnder Parteivortrag

Der Umstand, dass der Vortrag zu dem eigenen früheren Vortrag in Widerspruch steht, kann aber im Rahmen der Verhandlungswürdigung nach § 286 Abs. 1 S. 1 ZPO Beachtung finden.

Wechselnder Vortrag kann dabei als Anpassung an die jeweilige Beweislage verstanden werden und verliert dann an Überzeugungskraft1.

Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 5. Juli 2016 – 30 Ca 7767/15

  1. vgl. OLG Hamm 08.06.2006 – 18 U 163/05, Rn. 90, zitiert nach juris []
  2. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 09.11.2011 - XII ZB 286/11 FamRZ 2012, 104 []