Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­an­spruch bei der Ände­rungs­kün­di­gung

Der all­ge­mei­ne Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­an­spruch kann auch dem ände­rungs­ge­kün­dig­ten Arbeit­neh­mer zuste­hen, der das Ände­rungs­an­ge­bot des Arbeit­ge­bers unter dem Vor­be­halt sozia­ler Recht­fer­ti­gung ange­nom­men hat. Nach Ablauf der Kün­di­gungs­frist und nach erst­in­stanz­li­cher Statt­ga­be der Ände­rungs­schutz­kla­ge ist der Arbeit­neh­mer nicht zu den geän­der­ten, son­dern grund­sätz­lich zu den bis­he­ri­gen Arbeits­be­din­gun­gen wei­ter­zu­be­schäf­ti­gen. Dies jeden­falls ent­schied jetzt das Arbeits­ge­richt Ham­burg im offe­nen Wider­spruch zur Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts 1.

Wei­ter­be­schäf­ti­gungs­an­spruch bei der Ände­rungs­kün­di­gung

Arbeits­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 17. Sep­tem­ber 2009 – 17 Ca 179/​09

  1. gegen: BAG, Urteil vom 28. Mai 2009 – 2 AZR 844/​07 -, juris, unter Bezug­nah­me auf BAG, Urteil vom 18. Janu­ar 1990 – 2 AZR 183/​89 -, BAGE 64, 24, und BAG, Urteil vom 19. Dezem­ber 1991 – 2 AZR 280/​91 – RzK I 10i Nr. 38[]