Zuordnung des Arbeitnehmers beim Betriebsteilübergang

Für die Zuordnung des Arbeitnehmers ist darauf abzustellen, ob er in den (nicht) übergegangenen Betrieb oder Betriebsteil tatsächlich eingegliedert war, sodass es insbesondere nicht ausreicht, dass er Tätigkeiten für den übertragenen Teil verrichtet hat, ohne in dessen Struktur eingebunden gewesen zu sein1.

Zuordnung des Arbeitnehmers beim Betriebsteilübergang

Bei Arbeitsplätzen, die mehreren Betrieben oder Betriebsteilen zuzuordnen sind, ist zunächst der Wille der Beteiligten beachtlich, hier also des Klägers und der Insolvenzschuldnerin2.

Abzustellen ist hierfür darauf, wo der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag und in welchem Betriebsteil der Arbeitnehmer tatsächlich eingegliedert war3.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 24. Januar 2013 – 8 AZR 706/11

  1. BAG 24.08.2006 – 8 AZR 556/05, Rn. 28 mwN, AP BGB § 613a Nr. 315 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 59 []
  2. vgl. BAG 18.03.1997 – 3 AZR 729/95, zu I 2 b der Gründe, BAGE 85, 291 = AP BetrAVG § 1 Betriebsveräußerung Nr. 16 = EzA BGB § 613a Nr. 150; 25.06.1985 – 3 AZR 254/83, zu II der Gründe, BAGE 49, 102 = AP BetrAVG § 7 Nr. 23 = EzA BGB § 613a Nr. 48; 20.07.1982 – 3 AZR 261/80, zu 1 c der Gründe, BAGE 39, 208 = AP BGB § 613a Nr. 31 = EzA BGB § 613a Nr. 33 []
  3. vgl. BAG 22.07.2004 – 8 AZR 350/03, zu B II 2 c der Gründe, BAGE 111, 283 = AP BGB § 613a Nr. 274 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 27; 18.10.2012 – 6 AZR 41/11, Rn. 43, BB 2013, 956 []