Anwalt­li­cher Arbeits­auf­wand – und die Bestim­mung des Gegen­stands­werts

Nach § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG ist der Gegen­stands­wert im Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren unter Berück­sich­ti­gung der in § 14 Abs. 1 RVG genann­ten Umstän­de nach bil­li­gem Ermes­sen zu bestim­men; er beträgt jedoch min­des­tens 5.000 €. In der Regel beträgt der Gegen­stands­wert bei statt­ge­ben­den Kam­mer­ent­schei­dun­gen nach der stän­di­gen Recht­spre­chung der Kam­mer 25.000 €.

Anwalt­li­cher Arbeits­auf­wand – und die Bestim­mung des Gegen­stands­werts

Aus­gangs­punkt der Bewer­tung ist die Bedeu­tung der Ange­le­gen­heit1. Der Umstand, dass § 14 Abs. 1 RVG die in der genann­ten Grund­satz­ent­schei­dung auf­ge­grif­fe­ne „gesetz­li­che Rei­hen­fol­ge” der Kri­te­ri­en geän­dert hat und – anders als § 113 Abs. 2 Satz 3 BRAGO a.F. – nun­mehr den anwalt­li­chen Arbeits­auf­wand an ers­ter Stel­le nennt, hat inso­fern kei­ne inhalt­li­che Ände­rung bewirkt2. Die durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im 79. Band sei­ner Ent­schei­dungs­samm­lung für die Fest­set­zung des Gegen­stands­werts im Ver­fah­ren der Ver­fas­sungs­be­schwer­de ent­wi­ckel­ten Maß­stä­be gel­ten fort3.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 25. Janu­ar 2017 – 1 BvR 1304/​13

  1. vgl. BVerfGE 79, 365, 366, dort noch zu § 113 Abs. 2 Satz 3 BRAGO a.F.
  2. vgl. BVerfGK 20, 336, 337 f. m.w.N.
  3. vgl. BVerfGK 20, 336, 338 m.w.N.