Auf ein gesun­des neu­es Jahr!

Pro­sit Neu­jahr! Auf ein gesun­des neu­es Jahr! Wie oft wer­den Sie dies nächs­te Woche ande­ren wün­schen? Und wie oft wer­den Sie selbst die­sen Wunsch hören?

Auf ein gesun­des neu­es Jahr!

Dabei wird doch eine Selbst­ver­ständ­lich­keit gewünscht, denn Frei­be­ruf­ler sind schließ­lich doch immer gesund und mit einer nahe uner­schöpf­li­chen Leis­tungs­kraft aus­ge­stat­tet. Oder viel­leicht doch nicht?

Tat­säch­lich ist es doch so, dass gera­de in den ers­ten Jah­ren, wenn es gilt, sich einen Man­dan­ten­stamm zu erar­bei­ten, soviel gear­bei­tet wird, wie die Man­da­te her­ge­ben, tags­über, abends, am Wochen­en­de. Und in den Fol­ge­jah­ren wird es allen Vor­sät­zen zum Trotz nicht bes­ser.

Die Kon­se­quen­zen zei­gen sich meist schlei­chend und oft­mals fängt es harm­los an: Müdig­keit, Abge­schla­gen­heit, Schlaf­pro­ble­me, Kopf- und Rücken­schmer­zen, Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che. Und es beginnt ein wei­te­rer Teu­fels­kreis: Abge­schla­gen und unkon­zen­triert sind Sie nicht so leis­tungs­fä­hig, machen mehr Feh­ler und benö­ti­gen län­ger für Ihre Arbeit – was wie­der­um zu noch weni­ger Frei­zeit und Ent­span­nung führt, was wie­der­um .…

Natür­lich haben Sie als Frei­be­ruf­ler kei­nen 8‑Stun­den-Arbeits­tag, aber Sie soll­ten sich gleich­wohl fes­te Arbeits­zei­ten set­zen und die­se nach Mög­lich­keit auch ein­hal­ten. Sie erhal­ten sich so nicht nur die erfor­der­li­che Frei­zeit, son­dern Sie wer­den auch fest­stel­len, dass Sie pro­duk­ti­ver arbei­ten, weni­ger „ver­trö­deln“ und weni­ger ver­schie­ben, wenn Sie sich Zeit­li­mits set­zen.

Und: Sie müs­sen nicht 24 Stun­den rund um die Uhr erreich­bar sein. Dem Mythos der stän­di­gen Erreich­bar­keit ist in Zei­ten von Han­dy, eMail und Inter­net zwar kaum noch zu ent­kom­men, aber trotz­dem: Über­le­gen Sie ein­mal, wie viel Tele­fo­na­te in den Abend­stun­den wirk­lich not­wen­dig waren und nicht auch noch am nächs­ten Tag hät­ten geführt wer­den kön­nen, und stel­len Sie dem den Stress­pe­gel gegen­über, der durch die stän­di­ge Erreich­bar­keit nie ganz zurück­fah­ren kann.

Ins­be­son­de­re eine Grup­pe höre ich jetzt auf­schrei­en: die Straf­ver­tei­di­ger mit ihren Not­fall­te­le­fo­nen. Natür­lich erfol­gen Durch­su­chun­gen meist im Mor­gen­grau­en und Ver­haf­tun­gen zum Wochen­en­de. Aber muss dafür das Han­dy rund um die Uhr auf Emp­fang sein? Mal ehr­lich: Wie vie­le Man­da­te haben Sie hier­durch erhal­ten, die Sie am nächs­ten Tag nicht mehr erhal­ten hät­ten?

Und wenn Sie doch nicht dar­auf ver­zich­ten kön­nen, Ihre Han­dy-Num­mer her­aus­zu­ge­ben: Dann nut­zen Sie hier­für wenigs­tens ein „Not­fall­han­dy“ mit einer sepa­ra­ten Num­mer. Damit sie wenigs­ten noch zwi­schen pri­va­ten und beruf­li­chen Anru­fen unter­schei­den kön­nen.