Beson­de­res elek­tro­ni­sches Anwalts­post­fach – und die Anwalts­ver­schwie­gen­heit

Ein Rechts­an­walt, der einen gesetz­lich eröff­ne­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­weg bestim­mungs­ge­mäß nutzt, ver­stößt nicht gegen sei­ne Berufs­pflich­ten.

Beson­de­res elek­tro­ni­sches Anwalts­post­fach – und die Anwalts­ver­schwie­gen­heit

Der Bun­des­ge­richts­hof hat mit Urteil vom 11.01.20161 auf die Ein­schät­zungs­prä­ro­ga­ti­ve des Gesetz­ge­bers hin­ge­wie­sen, die nicht ohne beson­de­ren Grund gericht­lich nach­prüf­bar ist.

Einer Aus­ein­an­der­set­zung mit der Fra­ge, ob die Nut­zung des elek­tro­ni­schen Anwalts­post­fachs in deut­li­chem Wider­spruch zur anwalt­li­chen Ver­schwie­gen­heits­pflicht und zum all­ge­mei­nen Vor­sor­ge­prin­zip steht, ver­wei­gert sich der Bun­des­ge­richts­hof sodann mit dem Stan­dard-Rich­ter­ar­gu­ment der feh­len­den Sub­stan­ti­ie­rung. Ein Rechts­an­walt, der einen gesetz­lich eröff­ne­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­weg bestim­mungs­ge­mäß nutzt, ver­sto­ße, so der Bun­des­ge­richts­hof, im Übri­gen nicht gegen sei­ne Berufs­pflich­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Dezem­ber 2016 – AnwZ (Brfg) 52/​16

  1. AnwZ (Brfg) 33/​15, NJW 2016, 1025 Rn. 18 []