Die Wie­der­zu­las­sung eines Fach­an­walts

Ein aus der Anwalt­schaft aus­ge­schie­de­ner Rechts­an­walt hat man­gels ent­ge­gen­ste­hen­der gesetz­li­cher oder sat­zungs­recht­li­cher Rege­lun­gen einen Anspruch dar­auf, die Erlaub­nis zum Füh­ren der Fach­an­walts­be­zeich­nung nach erneu­ter Zulas­sung zur Rechts­an­walt­schaft ohne Erfül­lung der für die erst­ma­li­ge Gestat­tung zu ihrem Füh­ren maß­geb­li­chen Vor­aus­set­zun­gen (Nach­weis beson­de­rer theo­re­ti­scher Kennt­nis­se und beson­de­rer prak­ti­scher Erfah­run­gen) zu erhal­ten, sofern er die Fort­bil­dungs­ver­pflich­tung nach § 43c Abs. 2 BRAO, § 15 FAO erfüllt hat 1.

Die Wie­der­zu­las­sung eines Fach­an­walts

Gelingt es dem im Ver­mö­gens­fall befind­li­chen Fach­an­walt daher, sei­ne Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se zu ord­nen, und kann er die Erfül­lung der ihn als Fach­an­walt bis­her ohne­hin tref­fen­den Fort­bil­dungs­ver­pflich­tung nach­wei­sen, ist er nach Wie­der­zu­las­sung als Rechts­an­walt daher befugt, die Fach­an­walts­be­zeich­nung wie­der zu füh­ren.

Der Wider­ruf der Zulas­sung zur Rechts­an­walt­schaft führt mit­hin im Hin­blick auf die von dem Rechts­an­walt bis zum Wider­ruf geführ­te Fach­an­walts­be­zeich­nung nicht zu unver­hält­nis­mä­ßi­gen oder unzu­mut­ba­ren Ergeb­nis­sen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Febru­ar 2015 – AnwZ (Brfg) 32/​14

  1. BVerfG, NJW 2015, 394[]