Notarkosten – und die unrichtige Sachbehandlung

Eine unrichtige Sachbehandlung im Sinne von § 21 Abs. 1 Satz 1 GNotKG liegt nur bei einem offen zutage tretenden Verstoß gegen eindeutige gesetzliche Normen oder bei einem offensichtlichen Versehen des Notars sowie dann vor, wenn der Notar von mehreren gleich sicheren Gestaltungsmöglichkeiten die teurere wählt.

Notarkosten – und die unrichtige Sachbehandlung

Eine unrichtige Sachbehandlung i.S.v. § 21 Abs. 1 Satz 1 GNotKG liegt nur bei einem offen zutage tretenden Verstoß gegen eindeutige gesetzliche Normen oder bei einem offensichtlichen Versehen des Notars1 sowie dann vor, wenn der Notar von mehreren gleich sicheren Gestaltungsmöglichkeiten die teurere wählt2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 1. Oktober 2020 – V ZB 67/19

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 26.07.2012 – V ZB 288/11, NJW-RR 2012, 1457 Rn. 7 unter Bestätigung von OLG Hamm, Beschluss vom 02.12.2011 – I-15 W 6/11 11, jeweils noch zu § 16 Abs. 1 Satz 1 KostO; zu Gerichtskosten schon BGH, Beschluss vom 24.09.1962 – VII ZR 20/62, NJW 1962, 2107; Beschluss vom 26.09.2002 – III ZR 165/96 1[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 26.07.2012 – V ZB 288/11, aaO mit krit. Anm. Kesseler, RNotZ 2013, 25 zur Gleichwertigkeit im konkreten Fall[]

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