Reform der Bun­des­rechts­an­walts­ord­nung

Der Bun­des­tag hat eine Novel­lie­rung der Bun­des­rechts­an­walts­ord­nung beschlos­sen. Für den Ver­brau­cher bringt das neue Gesetz zwei wich­ti­ge Ände­run­gen: So wird es zum einen künf­tig ein bei der Bun­des­rechts­an­walts­kam­mer geführ­tes und kos­ten­los online ein­seh­ba­res Ver­zeich­nis aller in Deutsch­land zuge­las­se­nen Rechts­an­wäl­te geben, das der Infor­ma­ti­on der Recht­su­chen­den, der Behör­den und der Gerich­te die­nen soll. Möch­te jetzt also ein Ver­brau­cher oder eine Behör­de in Mün­chen wis­sen, wo ein bestimm­ter Anwalt in Olden­burg sei­nen Kanz­lei­sitz hat, muss er künf­tig nur kurz in das Inter­net schau­en.

Reform der Bun­des­rechts­an­walts­ord­nung

Wei­ter sieht das neue Gesetz vor, dass ein Ver­brau­cher, der einen Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen sei­nen Anwalt gel­tend machen will, sich an die zustän­di­ge Recht­an­walts­kam­mer wen­den kann, die ihm dann, bei einem nach­ge­wie­se­nen berech­tig­ten Inter­es­se, den Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rer des Anwal­tes benennt.

Für Anwäl­te wird es nach dem Gesetz neue Frei­hei­ten geben. Das Ver­bot zur Errich­tung von Zweig­stel­len ent­fällt. Dar­über hin­aus kön­nen Rechts­an­wäl­te dem­nächst bereits ab dem ers­ten Tag der Zulas­sung vor den Ober­lan­des­ge­rich­ten auf­tre­ten. Bis­her galt hier eine fünf­jäh­ri­ge War­te­frist.